Weismain
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Auf den Wanderungen entsteht Gemeinschaftsgefühl

Eine Wandergruppe im herkömmlichen Sinne seien sie nicht, erklärt Leiterin Anita Dauer und auch kein Verein. Aber sie lädt über 300 Wanderfreunde ein, wenn wieder eine Wanderung geplant ist. Es handel...
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Eine Wandergruppe im herkömmlichen Sinne seien sie nicht, erklärt Leiterin Anita Dauer und auch kein Verein. Aber sie lädt über 300 Wanderfreunde ein, wenn wieder eine Wanderung geplant ist. Es handelt sich um um Menschen A aus dem Seniorenbereich, die aber sehr fit sind. Sie haben noch Energie und Spaß am Wandern und wollen ihre Freizeit mit anderen sympathischen Leuten verbringen.

"So lange wir gesund sind, werden wir mitmachen", erklärt Josef Schießel aus Altenkunstadt, der sich mit Ehefrau Roswitha nach Weismain begeben hat, um bei der letzten Wanderung in diesem Jahr dabei zu sein. Die Wanderfreunde kommen aus den Landkreisen Bamberg, Coburg, Kronach, Kulmbach und Lichtenfels , um sich bei kommunikativem Austausch auf Schusters Rappen zu begeben. Über 60 Wanderbegeisterte hatten sich in der Weismainer Kreuzkapelle eingefunden, um zum Jahresschluss an einem Gottesdienst für verstorbene Wanderer teilzunehmen.

Wenn man auf diese Weise wandernd unterwegs sei, könne man die Erfahrung Gemeinschaft sehr gut erleben, erklärte Pfarrer Gerhard Möckel. Man habe ein Ziel, das zusammen erreicht werden solle und auch werde. Mit Menschen in Frieden zu leben, sei das schönste und größte Geschenk zur Weihnacht. Bürgermeister Udo Dauer, der den Gottesdienst musiklisch an der Orgel begleitet hatte, freut sich über die Wandergruppe. Sie stelle eine große Bereicherung für die Stadt dar. Wenn Menschen aus ganz Oberfranken sich dazugesellen, um ihre Heimat mit Wanderungen zu erleben, sei das positiv zu betrachten.

Nach dem Gottesdienst wurde dann die letzte Wanderung 2018 angegangen. Kälte und Regen konnten den Wanderern nichts anhaben. "Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung", stellten einige fest. Über Krassach, durchs Bärental an der Herbstmühle vorbei ging es hinauf nach Modschiedel. In knapp zwei Stunden waren die knapp zehn Kilometer überwunden.

Und dort passierte bei der Einkehr die nächste positive Geschichte dieser Wandergruppe. Richtige Freundschaften sind entstanden. Daher gesellen sich bei der Einkehr noch viele Wanderfreunde dazu, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an den Wanderungen teilnehmen können.

23 Wanderungen wurden im letzten Jahr abgehalten erzählt die "Chefin" der Weismainer Wandergruppe, Anita Dauer. Die Zahl der Teilnahmen hat sich 2018 wieder erhöht. Insgesamt wurden 289 Kilometer gewandert und 1190 Teilnahmen verzeichnet.

Um die 15 Kilometer ist eine Wanderung lang, und die Ziele lagen meist in Oberfranken. Seit 2007 gibt es die Wandergruppe in diesem Rahmen schon. Am Nachmittag besuchte in Modschiedel der Nikolaus mit einem Engel die Wandergruppe. Er ließ in einem Schnelldurchlauf nochmals das Wanderjahr Revue passieren und übergab kleine Geschenke an die Wanderführer aus dem vergangenen Wanderjahr. rdi



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