Untersteinach

Auf den Spuren des Alten Testaments

44 Personen aus der Pfarrei Untersteinach, aus Kulmbach und dem Landkreis unternahmen mit Pfarrer Wolfgang Oertel eine biblische Studienreise nach Israel. Die Gruppe besuchte biblische Orte und begab ...
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Die Reisegruppe der Pfarrei Untersteinach am Berg der Seligpreisungen. Foto: Wolfgang Oertel
Die Reisegruppe der Pfarrei Untersteinach am Berg der Seligpreisungen. Foto: Wolfgang Oertel
44 Personen aus der Pfarrei Untersteinach, aus Kulmbach und dem Landkreis unternahmen mit Pfarrer Wolfgang Oertel eine biblische Studienreise nach Israel. Die Gruppe besuchte biblische Orte und begab sich auf die Spuren des Alten Testaments, von Jesus Christus und der alten Kirche. Besonders prägend waren die Begegnungen mit den Redakteuren des ARD-Auslandsstudios in Tel Aviv und der deutschen-evangelischen Auslandsgemeinde in Jerusalem.
Zunächst wurden die Bahai-Gärten in Haifa und die dortige sogenannte "deutsche Siedlung" besucht. Inschriften an den Hauseingängen erzählen noch von der Zeit der deutschen Besiedlung vor 100 Jahren.
Nach Nazareth mit der Verkündigungskirche ging es weiter nach Tiberias, am See Genezareth. Dort in Kapernaum trafen sie zufällig auf den Organisten Jörg Schmidt aus Stadtsteinach, der mit einer anderen Reisegruppe unterwegs war.
Ein Höhepunkt waren die neuen Ausgrabungen bei Magdala am See Genezareth inklusive Bootsfahrt. Dort wurde unter anderem die älteste Darstellung einer Menora auf einem Stein in einer ehemaligen Synagoge gefunden. Die Besichtigung von Megiddo, das seit 2005 Welterbe-Stätte ist und über eine Seilbahn erreicht wurde, beeindruckte angesichts der dort stattgefundenen legendären letzten Schlacht der Israeliten gegen die Römer, die am Ende im Jahre 73 n. Chr. zum kollektiven Selbstmord der Israeliten führte.


Baden im Toten Meer

Baden im Toten Meer und Besichtigung von Qumran, wo erst Mitte des 20. Jahrhunderts uralte Schriften in Tonkrügen, insbesondere die älteste Jesaja-Rolle, gefunden wurden, rundeten den Besuch in der Wüste ab.
Den Mittelpunkt der Reise bildete die Stadtbesichtigung von Jerusalem. Der Besuch des jüdischen Viertels Mea Shearim weckte Erstaunen und leichtes Unverständnis angesichts der für die Jahreszeit viel zu warmen schwarzen Kleidung der Askenaischen Juden. Die Geburtskirche in Bethlehem und die Hirtenfelder befinden sich auf Palästinensichem Autonomie-Gebiet, das nur durch Umwege erreicht werden konnte.
Unterirdisch ging es zu beim Gang in den Tunnel an der Klagemauer und bei der Hauptattraktion, ein 2700 Jahre alter Wassertunnel, den König Hezekiah erbauen ließ und bei dem die Mutigen nach 500 Metern nur nass wieder herauskamen. Nach dem Gottesdienst in der deutschen Auslandsgemeinde bestand Gelegenheit, mit Gemeindegliedern ins Gespräch zu kommen und die besondere Situation der Christen vor Ort wahrzunehmen (mittlerweile gibt es nur noch circa zwei Prozent Christen in Israel).
Die Buntglas-Fenster von Marc Chagall im Hadassah-Krankenhaus, die die zwölf Stämme Israels darstellen, waren ein Pflichtbesuch, ist doch die Kopie eines der Fenster mit dem Stamm Naftali im Kantorat Untersteinach zu sehen.
Bei der abschließenden Begegnung mit Redakteuren des ARD-Auslandsstudios in Tel Aviv erläuterte der aus dem Fernsehen bekannte Mike Lingenfelser die schwierige Situation des israelischen Staates und die schwierige Arbeit als Berichterstatter. Gleichzeitig wurde den Reisenden deutlich vor Augen geführt, dass der gelegentlich geäußerte Vorwurf einseitiger Berichterstattung für einen öffentlich-rechtlichen Sender nicht haltbar ist, zumal jeder Bericht durch verschiedene Teams vor Ort und in Deutschland autorisiert werden muss.
Am 9. und letzten Tag hielt Pfarrer Wolfgang Oertel einen Abendmahlsgottesdienst und lud die Reisenden zum Baden im Mittelmeer ein. Voller Eindrücke kehrte die Gruppe nach Oberfranken zurück.
Wolfgang Oertel

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