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Kronach

Auf den Spuren der Flößer

Buben und Mädchen aus Kronach hatten einen Riesenspaß im Flößerdorf Friesen.
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Kronacher Ferienspieltage: Buben und Mädchen hatten beim Flößen in Friesen auf der Kronach einen Riesenspaß. Fotos: Gerd Fleischmann
Kronacher Ferienspieltage: Buben und Mädchen hatten beim Flößen in Friesen auf der Kronach einen Riesenspaß. Fotos: Gerd Fleischmann
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Ein Höhepunkt der Kronacher Ferienspieltage war der Ausflug ins Flößerdorf Friesen. 16 Jungen und Mädchen erlebten dort bei idealen Witterungsbedingungen die schwimmende Transportmethode hautnah. Zur Verfügung stand auf dem Kronachfluss ein Hauptfloß in der Größe von sechs Meter Länge und drei Meter Breite sowie zwei Kinderflöße. Der Regen dieser Tage sorgte im Kronach-Fluß für den notwendigen Tiefgang.

Unter der Leitung von Vorsitzendem Georg Geiger stellten sich die Flößer Albin Reif und Daniel Schüler mit Unterstützung der Jungflößer Nico und Fabio Querfurth für das Abenteuer an der Floßlände zur Verfügung. Betreut wurden die Kinder von den Mitarbeiterinnen der Kronacher Ferienspieltage, Victoria Schnappauf und Anna Hader aus der Kreisstadt.

Doch zunächst wanderten die Kleinen in den Morgenstunden vom Kronacher Crana Mare aus mit Klaus Endres und Klaus Simon vom Frankenwaldverein Kronach nach Friesen. Anschließend informierten in den "Friesener Flößerstuben - Alfons-Geiger-Dorfmuseum", das im ehemaligen Gemeinde- und Schulhaus untergebracht ist, Georg Schneider, Albin Reif und Ehrenmitglied Heinz Schmidt über die harte Arbeit der Flößer. Die jungen Besucher kamen dabei aus dem Staunen nicht heraus. Sie bewunderten dort die aussagestarken Modelle zum Floßbau und zur Sägewerksarbeit sowie Zeugnisse vergangener Arbeitstechniken aus Landwirtschaft und Handwerk.

Vor allem aber hörten sie auch aufmerksam den Schilderungen zu, wie über Jahrhunderte hinweg mutige Männer auf ihren Flößen das Holz vom Frankenwald aus über den Main und den Rhein bis nach Holland transportierten. Und Friesen war dabei neben Wallenfels, Unterrodach, Zeyern, Steinwiesen und Neuses eine der Hochburgen der Flößerei im Frankenwald.

Für die von den Erzählungen schwer beeindruckten Kinder ging es dann zur Praxis über. So wurden die Floßfahrten auf der gemächlich dahinfließenden Kronach für alle ein Erlebnis.

Wenn das Hauptfloß langsam Fahrt aufnimmt, sind Konzentration und Augenmerk gefragt, damit das schwimmende Gefährt nicht am Ufer aneckt oder gar aufläuft. Gefragt ist dabei der drei Meter lange Floßhaken. Gut, das einige Flößer von der Flößervereinigung Friesen mit "an Bord" waren.

Doch damit nicht genug. Wer sich noch einmal richtig austoben wollte, konnte dies beim Sägen von Baumscheiben mit der Ziehsäge auf der Floßlände. Und das war schon einst eine mächtige Schinderei, war man sich einig. Auch diese Attraktion war von der Flößervereinigung Friesen gut vorbereitet worden. Das Holz stellte Vorsitzender Georg Geiger zur Verfügung.