Burgkunstadt
weismain.inFranken.de  Beim Ferienprogramm wurde es diesmal richtig italienisch.

Auch Pizzamachen will gelernt sein

Die Frage, ob denn jeder Pizza mag, war beim Pizza-Backen des Jugendsommerferien-Programms schnell beantwortet. Nele sagte kurz und trocken: "Sonst wären wir ja wohl nicht hier" und sprach damit allen...
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Endlich werden die Pizzen mit Schinken, Salami, Paprika und natürlich Käse belegt und dürfen in den Holzbackofen wandern.  Foto: Roland Dietz
Endlich werden die Pizzen mit Schinken, Salami, Paprika und natürlich Käse belegt und dürfen in den Holzbackofen wandern. Foto: Roland Dietz

Die Frage, ob denn jeder Pizza mag, war beim Pizza-Backen des Jugendsommerferien-Programms schnell beantwortet. Nele sagte kurz und trocken: "Sonst wären wir ja wohl nicht hier" und sprach damit allen Teilnehmern aus dem Herzen.

Es ist immer wieder eine sympathische Veranstaltung der Umweltstation in Weismain. Diesmal nahmen sogar genauso viele Jungs, wie Mädchen daran teil. Das zeigt, dass Kochen oder Backen nicht allein den Damen vorbehalten ist, meinte Maria Püls, die die Kinder anleitet und vieles bereits vorbereitet hat. Manuel meinte, dass zu Hause oft Pizza gebacken wird, und mit dem Besuch des Kurses will er seine Mutter einmal entlasten.

Zunächst wurde das glimmende Feuer im Holzbackofen der Umweltstation mit großen Holzscheiten richtig eingeschürt. "Dieser muss 300 bis 400 Grad heiß sein, wenn wir unsere Pizzen in zwei Stunden backen wollen", erklärte Maria Püls den neugierigen Kids. Und schon marschierten die Kinder ins Grünhaus, um den Hefeteig für den Pizzaboden herzustellen. Hier gaben sich die jungen Pizzaliebhaber doch sehr wissend. Mehl, Salz, und lauwarmes Wasser wurden zugegeben und ineinander verrührt, wobei alle Kinder mit einem Kochlöffel zu Werke gehen durften. Luis setzte dafür seine ganze Kraft ein, damit auch das trockene Mehl auf dem Boden der Schüssel eingerührt wird.

Etwas mehr Wasser war noch nötig und auch etwas Öl, damit der Teig schön geschmeidig wird, und schon wurde die Masse mit den Händen geknetet. Jetzt wussten auch alle, warum es nötig war, nochmals die Hände zu waschen.

Alle waren mit Feuereifer dabei, als sie beim Kneten lange Teigschlieren immer wieder wie Kaugummi herauszogen, kneteten und in den Teig zurück gleiten ließen.

Individueller Belag der Pizzen

Kids, die zu Hause beim Kuchenbacken schon mal vom Teig genascht haben, stellten fest, dass dieser ja nach gar nichts schmeckt. Nun musste der Teig gehen. "Wohin geht denn der Teig jetzt?", fragten die Kinder. Der lief aber nicht fort: "Gehen lassen" bedeutet, den Hefeteig einige Zeit ruhen zu lassen, damit er an Volumen gewinnt.

Zwischenzeitlich wurde im Ofen nachgelegt. Die weitere Zeit wird mit dem Schnippeln für die Zutaten der Pizza überbrückt. Zwar wurden Bio-Tomaten genommen, wenn aber diese in Plastikfolie eingepackt sind, ist dies nicht gerade sehr "Bio", war die allgemeine Meinung. Paprika, Lauch, Champignons und Zwiebeln wurden kleingeschnitten und Blockkäse wurde gerieben. Die Zeit verging wie im Flug und der Teig war nun so weit. Er wurde portioniert und auf fünf Backbleche gegeben und mit Tomatenmark bestrichen. Die Kinder konnten nun selbst bestimmen, was darauf kommt. Die Hitze passte, als Maria Püls die Bleche in den Ofen schob. Nach 20 Minuten waren die Pizzen fertig. Niemand brauchte ein Besteck, sondern nur ein Plätzchen in der Sommersonne auf einer schattigen Bank oder im Grünhaus. rdi

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