Vierzehnheiligen

Auch Nothelfer sind Netzwerker

Das Vierzehnheiligenfest ist einer der Höhepunkte im Kirchenjahr, bei dem sogar der Erzbischof predigt.
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Bei der Prozession trugen Mädchen und Jungen aus Grundfeld, Horsdorf und dem Konradshof die vergoldeten Figuren. Foto: Andreas Welz
Bei der Prozession trugen Mädchen und Jungen aus Grundfeld, Horsdorf und dem Konradshof die vergoldeten Figuren. Foto: Andreas Welz
Das Vierzehnheiligenfest - ein kirchliches Fest der Verehrung der 14 Nothelfer - feierten am Sonntag Hunderte von Gläubigen in der Basilika. Erzbischof Ludwig Schick zelebrierte vormittags das Pontifikalamt. Der Kirchenchor und Orchester aus Pegnitz-Trockau unter der Leitung von Ottmar Schmitt gestaltete diese feierliche Messe mit.
Der Chor interpretierte die Missa in D-Dur, die Orgelsolomesse für Soli, Chor und Orchester von Bonifaz Stöckl sowie das Te Deum von Wolfgang Amadeus Mozart. Herausragend waren die Solisten mit Christel Schmitt (Sopran), Maria Schmitt (Alt), Ludwig Schmitt an der Altarorgel und an der Hauptorgel Georg Hagel.
Pater Heribert Arens bezeichnete das Fest als einen der Höhepunkte des Kirchenjahres in Vierzehnheiligen. Erzbischof Schick lud die Gläubigen ein, über die Heiligkeit nachzudenken. Er zitierte aus einen Brief an die Bischöfe, dass es Aufgabe eines jeden Christen sei, heilig zu werden. "Freut euch und jubelt über die Einladung Jesus, Heilige zu werden", so Schick. Heilige seien Menschen, die mit Jesus Christus vertraut sind, wie vor 2000 Jahren seine Jünger. Auch heute sei es möglich, mit Jesus vertraut zu sein, ihn zu lieben und so Zeuge für ihn zu werden. Die Heiligkeit werde durch die Firmung vertieft und durch das Sakrament der Buße, auch durch Wallfahrten, ständig erneuert. "Heilige werden wir durch das aktive Mitleben und Mitfeiern der Sakramente", unterstrich der Erzbischof.


Die Heiligen als Vorbilder

Am Nachmittag luden die Franziskaner zur Andacht ein. Pater Alexander Weißenberger hielt die Predigt. Soziale Netzwerke seien keine Erfindungen der modernen Zeit, sondern es gebe schon längst ein internationales Netzwerk, das nicht nur Menschen aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Kontinenten, sondern auch Menschen über viele Jahrhunderte hinweg verbinde. "Dieses Netzwerk kennen wir alle: Es sind die Heiligen unserer Kirche. Dazu gehören auch die vierzehn Nothelfer, die wir heute feiern", so der Geistliche. "Die Heiligen weiten Herz und Verstand, weil sie Menschen aus vielen Völkern und allen Jahrhunderten verbinden. Sie haben alle eines gemeinsam: am Ende ihres irdischen Lebens, im Angesicht des Todes haben sie Gott gefunden", unterstrich der Pater. In diesem Sinne seien uns die Heiligen Vorbilder, die zeigten, dass wir das Ziel unseres Lebens erreichen können: einmal für immer bei Gott zu sein, ohne Schuld und Sünde, ohne Krankheit und Gebrechen, ohne Angst und Trauer. Bei der Prozession in der Basilika wurden die mit Gold überzogenen Figuren der Nothelfer von Jugendlichen aus Grundfeld, Wolfsdorf und aus dem Konradshof auf Stangen mitgetragen. Zweimal umrundete die Prozession die Basilika. Pater Johannes Thum trug die Monstranz unter einem Baldachin, Pater Heribert Arens betete die Bitten im Wechselgesang vor, die Lieder begleiteten die Ansbachtaler Musikanten aus Roth.


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