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Auch Ehemalige beteiligen sich an der Lesewoche am HGF

Aus Anlass des Welttags des Buches fand am Herder-Gymnasium Forchheim (HGF) eine ganz besondere Woche statt. In gemütlicher Atmosphäre lasen Prominente, Schauspieler und Ehemalige den Schülern der fün...
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Florian Hümmer und Jan Wellmann Foto: privat
Florian Hümmer und Jan Wellmann Foto: privat

Aus Anlass des Welttags des Buches fand am Herder-Gymnasium Forchheim (HGF) eine ganz besondere Woche statt. In gemütlicher Atmosphäre lasen Prominente, Schauspieler und Ehemalige den Schülern der fünften bis neunten Klassen vor. Sie fesselten das junge Publikum nicht nur mit ihren Lieblingsbüchern, sondern zum Teil auch mit eigenen Texten.

Die Schüler lauschten in der Mediathek des Gymnasiums gespannt den Lesungen und hatten sich zuvor Gedanken gemacht, was für sie Lesen bedeutet. So entwickelten sich Gespräche übers Lesen und die Jugendlichen lernten neue Bücher kennen.

Als Erstes begaben sich die Schüler der fünften Klassen in die Welt der Pferde. Cowboys, Indianer und Pferde spielten im Leben von Graf Benedikt von Bentzel schon immer eine Rolle, denn er ist gewissermaßen im Freizeitpark Schloss Thurn aufgewachsen und leitet dieses Unternehmen mittlerweile. Daher wählte er einen seiner Favoriten aus der Kindheit aus, nämlich "Blitz - der schwarze Hengst" von Walter Farley.

Nicht weniger gebannt waren die Jugendlichen von der jungen Autorin und Poetry-Slammerin Maron Fuchs, deren Repertoire an Romanen mittlerweile so groß ist, dass sie jede Altersgruppe für sich einzunehmen weiß. So las sie in drei verschiedenen Klassen aus ihren Romanen "Eisige Kälte", "Abbild der Vergangenheit" und dem ersten Band der "Fioria"-Trilogie.

Zu Gast war auch die ehemalige Direktorin Lieselotte Rall, die den fesselnden Jugendroman "Verloren in Eis und Schnee" von David Morosinotto ausgewählt hatte. Der spannende Text beschreibt aus der Perspektive von zwei Jugendlichen die Belagerung Leningrads durch die deutsche Wehrmacht und bot auch Anlass zu Gesprächen über die historischen Hintergründe.

Landrat Hermann Ulm (CSU) unterbrach seine Amtsgeschäfte und las vor Schülern einer siebten Klasse aus dem Roman "Wunder" von Raquel J. Palacio, in dem es um den Jungen Augie geht, dessen Aussehen durch zahlreiche Operationen so entstellt ist, dass er bis zum Alter von zehn Jahren noch nie auf eine "normale Schule" gegangen ist.

Die ehemalige Schülerin Katharina Erdmann hatte sich für den Roman "Schiffbruch mit Tiger" von Yann Martel entschieden und gab nebenbei auch einen Einblick in die Welt des Poetry-Slams, indem sie einen ihrer eigenen Texte präsentierte.

Zwei weitere ehemalige Schüler, Florian Hümmer und Jan Wellmann, stellten "Die Känguru-Chroniken" von Marc-Uwe Kling vor. Gekonnt schlüpften die beiden in unterschiedliche Rollen und ließen das Känguru zum Leben erwachen.

Daniel Seniuk, Schauspieler am E.T.A.-Hoffmann-Theater in Bamberg, bezauberte die Unterstufenschüler mit Ausschnitten aus "Alice im Wunderland" von Lewis Carroll. Friedbert Stühler, ein ehemaliger Lehrer des HGF, führte den Schülern eindrucksvoll vor Augen, wie es in der Schule zu Zeiten Thomas Manns zuging. Im Kontrast dazu stand der Roman von Thomas Klupp "Wie ich fälschte, log und Gutes tat", der die Schüler amüsierte. So bot die Lesewoche einen facettenreichen Einblick in die Welt der Bücher. red

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