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Bamberg
Integrationsbeirat

Auch digital gegen Rassismus und Nationalismus ankämpfen

Langeweile in der Corona-Quarantäne? Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (Agaby) verlegt die Aktionen zum Internationalen Tag gegen Rassismus erstmals in...
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Mitra Sharifi, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte, zeigt Flagge. Foto: p
Mitra Sharifi, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte, zeigt Flagge. Foto: p

Langeweile in der Corona-Quarantäne? Die Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayerns (Agaby) verlegt die Aktionen zum Internationalen Tag gegen Rassismus erstmals in soziale Netzwerke und lädt zum Mitmachen ein.

"Rassismus und Nationalismus kommen mir nicht in die Tüte!" - so lautet das Motto, unter dem am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, bayernweit zahlreiche Aktionen der Integrationsbeiräte und Kooperationspartner geplant waren. Aufgrund der aktuellen Gesundheitsrisiken können diese zwar nicht stattfinden, dem zunehmenden Rassismus sagen die Beiräte aber trotzdem den Kampf an - und haben kurzerhand digitale Beteiligungsmöglichkeiten entwickelt. Wer Zeit hat, kann diese nutzen um unter dem #RassismuskommtmirnichtindieTüte ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Tausende Brottüten und Leinenbeutel sind bereits zu dem Motto gedruckt und landesweit verteilt worden. "Angesichts der neuen Anordnungen im Umgang mit Covid-19 und zum Schutz der Gesundheit von uns allen mussten aber auch wir leider alle öffentlichen Veranstaltungen zum Internationalen Tag gegen Rassismus absagen", erklärt Mitra Sharifi, Vorsitzende von Agaby in einer Pressemitteilung. Den Tag ganz ausfallen zu lassen, komme allerdings für die vielen Engagierten nicht in Frage. Immer wieder und immer stärker müssten sich Zugewanderte mit bewussten und unbewussten rassistischen Bemerkungen im Alltag, vor allem aber auch im Internet, auseinandersetzen.

Antwort ist Solidarität

Da klinge es fast schon ironisch, dass eben jener Virus, der zur Absage der Veranstaltungen führt, gleichzeitig auch tiefsitzenden Rassismus für viele erst sichtbar mache. Zahlreiche Deutsche mit asiatischem Aussehen würden willkürlich mit Corona in Verbindung gebracht und Opfer von rassistischen Anfeindungen. "Unsere Antwort ist Solidarität", so Sharifi. "Gerade jetzt sorgen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte gemeinsam dafür, dass wir alle gesund und gut versorgt bleiben. Unsere Aktionen verlagern wir deshalb in diesem Jahr einfach in den virtuellen Raum."

Der Landesverband Agaby fordert alle Menschen in Bayern dazu auf, ein Foto und ein Statement unter dem #RassismuskommtmirnichtindieTüte zu posten. Die passenden Stoffbeutel und Brottüten gibt es bei den lokalen Beiräten vor Ort. Wer schon eine Tüte hat, könne diese natürlich mit in die Kamera halten. Aber auch diejenigen, die sich aus aktuellem Anlass keine Tüte holen möchten, sind aufgefordert, unter dem Hashtag Fotos einzusenden. Fotos und Statements können auf Facebook (@agabyev) oder Instagram (@agaby.bayern) gepostet oder direkt an die lokalen Beiräte vor Ort geschickt werden. red