Eltmann
Bildung

Auch die Mittelschüler sollen auf dem Bauernhof lernen

Besuche auf dem Bauernhof sollen künftig auch für Mittelschüler möglich sein. Darauf macht das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufmerksam. Bisher dürfen Schüler der zweiten bis vierten K...
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Die Mittelschüler lernten auf dem Bauernhof.  Foto: Amt für Landwirtschaft
Die Mittelschüler lernten auf dem Bauernhof. Foto: Amt für Landwirtschaft
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Besuche auf dem Bauernhof sollen künftig auch für Mittelschüler möglich sein. Darauf macht das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufmerksam.

Bisher dürfen Schüler der zweiten bis vierten Klasse einmal kostenlos auf den Bauernhof. Nun hat das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten ein Pilotprojekt gestartet und Schüler der sechsten und siebten Klasse auf den Bauernhof eingeladen, um den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit zu geben, direkte Einblicke in die Zusammenhänge der Natur, den Umgang mit Tieren und die Herkunft ihrer Nahrungsmittel zu erhalten.

Aber nicht nur für Grundschüler, sondern ebenso für ältere Schüler bietet der Bauernhof wertvolle Erfahrungsräume. Das hat sich laut Behördenangaben bei einem Pilotprojekt gezeigt: Die Georg-Göpfert-Mittelschule in Eltmann wurde dafür ausgewählt. Je eine sechste und siebte Klasse durften mit ihren Lehrkräften den Bauernhof der Familie Schwemmlein in Unterschleichach besuchen.

Die Referentinnen Michaela von der Linden und Ute Leyh haben das Thema "Boden und Wasser", das sich die Lehrkräfte für den Besuch ausgesucht hatten, für die Altersstufe vorbereitet. In praktischen Lernstationen erstellten die Schüler ein Bodenprofil und erfuhren, was für ein gesundes Pflanzenwachstum wichtig ist und welche Beeinträchtigungen weggeworfener Müll verursacht.

An der Station "Bodenerosion" erzeugten sie Niederschläge über einem unbewachsenen Boden und im Vergleich dazu über einem Boden mit Grasnarbe. "Bei dem Boden läuft ja die ganze braune Soße weg", sagte ein Schüler, "da schwimmt ja alles davon." Die Erosion, das heißt, die Ausschwemmung, fiel bei einem bepflanzten Boden wesentlich geringer aus als bei einem offenen Boden. Deshalb, so die Referentinnen, sät der Landwirt Gründüngung wie die jetzt auf den Feldern zu sehenden Senf-einsaaten, um gewappnet zu sein für die Winterniederschläge.

Den Jugendlichen gefielen diese Experimentierstationen. Sie erarbeiteten sich die Versuchsanordnungen selbsttätig.

Elisabeth Heller vom Amt evaluierte die Veranstaltung. Die Auswertung zeigte, dass sowohl die Lehrer als auch die Schüler und die Referentinnen das Projekt positiv einschätzen. Schüler müssen altersgemäß angesprochen werden und sollen selber ausprobieren können. red

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