LKR Haßberge

Auch der Papst kennt diesen Wein

Der Weinbauverein Haßberge feierte Jubiläum. Neben alkoholischen Köstlichkeiten lobte der Landrat auch die Zusammenarbeit. Der Wein aus Steigerwald und Haßbergen soll über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt werden.
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Der Vorsitzende des Abt-Degen-Weintals, Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann, durfte Elisabeth Goger bei der Weinpräsentation unterstützen.  Fotos: Christian Licha
Der Vorsitzende des Abt-Degen-Weintals, Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann, durfte Elisabeth Goger bei der Weinpräsentation unterstützen. Fotos: Christian Licha
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Mit einem gelungenen Festabend feierte der Weinbauverein Haßberge am Freitag sein 40. Jubiläum im Romantiksaal des Hotel-Weinguts Goger in Sand. "Dinner for Wine" war das Motto, unter dem für die über 100 Festgäste ein exklusives Fünf-Gänge-Menü zusammen mit erlesenen Weinen aus dem Abt-Degen-Weintal serviert wurde.

Elisabeth Goger, die ehemalige Weinprinzessin des Abt-Degen-Weintales und Kandidatin zur Wahl der Fränkischen Weinkönigin, stellte fachkundig in ihrer sympathischen Art die insgesamt zwölf Weine vor. So gab es beispielsweise einen auf 40 Jahre alten Reben gewachsenen Riesling Kabinett aus dem Weinhaus Nüsslein, der zu gebratenem Zander auf Blattspinat mit Petersilien-Kartoffeln gereicht wurde.

Wein bis zum Papst geschafft

Wie die Weinexpertin erzählte, hatte es dieser Wein sogar bis in den Vatikan geschafft. Papst Benedikt bekam damals eine Flasche überreicht und freute sich über den köstlichen Tropfen aus dem Frankenland.

Neben der amtierenden Weinprinzessin des Abt-Degen-Weintals, Anna-Lena Werb, und der Sander Weinprinzessin Anna-Lena Gottschalk war auch die höchste Repräsentantin des fränkischen Weines zu Gast. Die Fränkische Weinkönigin Klara Zehnder hob hervor, dass das Abt-Degen-Weintal als aufstrebendste Region des ganzen Fränkischen Weinlandes gilt.

Nicht zuletzt wegen Abt Degen, durch dessen Unterstützung seinerzeit der Silvaner im Haßbergkreis seine Heimat gefunden hatte. Aber auch der Weinbauverein mit seinem aktiven Engagement und erstklassigen Weinen macht das Abt-Degen-Weintal immer bekannter.

Bier und Wein

Landrat Wilhelm Schneider zeigte sich stolz, in einem Landkreis wohnen zu dürfen, in dem sowohl Bier als auch Wein zwei hervorragende, heimische Produkte sind. "Das Leben ist viel zu kurz, um schlechten Wein zu trinken", zitierte Schneider Johann Wolfgang von Goethe und gratulierte dem Weinbauverein Haßberge und den angeschlossenen Winzern zu dem runden Geburtstag.

Hier zeige sich, wie wichtig kommunale Zusammenarbeit sei, betonte Schneider, denn mit Ebelsbach, Eltmann, Sand, Zeil, Knetzgau, Königsberg, Haßfurt und zuletzt Oberhaid ziehen alle an einem Strang, um den Weinbau an den Hängen des Steigerwaldes und der Haßberge weit über die Landkreisgrenze hinaus bekannt zu machen.

Besonders würdigte der Landrat auch den Mut von Elisabeth Goger, sich um das Ehrenamt der Fränkischen Weinkönigin zu bewerben und sagte ihr seine volle Unterstützung zu. Mit ihrer kompetenten Art und großer Ausstrahlung habe die junge Weinbotschafterin alle Voraussetzungen für die Wahl am 22. März.

Der Vorsitzende des Abt-Degen-Weintals, Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann, stellte heraus, dass der Weinbauverein Haßberge und das Abt-Degen-Weintal im Grunde zusammengehören, haben doch beide die gleichen Mitglieder. Im Jahr 2010, als Weinbaupräsident Artur Steinmann, zusammen mit der damals amtierenden Weinkönigin das erste Mal im Landkreis zu Gast war, betonte dieser, dass man die Leidenschaft spüre, das Weintal nach vorne zu bringen.

Heute ist das Abt-Degen-Weintal sehr geschätzt, was auch jedes Jahr der Besuch der jeweiligen Fränkischen Weinkönigin in der heimatlichen Region widerspiegelt.

Geschichte des Vereins

Roger Nüsslein, der Weinbauverein-Vorsitzende, zeigte mit einem geschichtlichen Abriss auf, wie der Verein entstand. Die damaligen landwirtschaftlichen Oberräte Gerhard Behringer und Georg Schäfer hatten Interesse, den Weinbau auf breite Basis zu stellen.

Durch ihre Initiative fand die Gründungsversammlung des Weinbauvereins Haßberge am 14. Februar 1979 mit 33 Mitgliedern im Gasthaus Zimmermann in Ziegelanger statt. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Anton Nüsslein gewählt. Sein Stellvertreter wurde Ludwig Berninger, Kassier Rudi Ruß und Schriftführer Georg Basel.

Silberne Anstecknadel

Stolze 30 Jahre fungierte Anton Nüsslein als Vorsitzender, ehe er im Jahr 2009 das Amt in die Hände seine Sohnes Roger Nüsslein legte. Für dieses ehrenvolle Wirken und die Verdienste, gemeinschaftlich den Weinbau zu fördern, zeichnete Weinkönigin Klara Zehnder das Gründungsmitglied mit der Silbernen Anstecknadel des Fränkischen Weinbauverbandes aus.

Einen besonderen Dank gebührte auch Rudi Russ, dem Zweiten Vorsitzenden des Weinbauvereines. Roger Nüsslein hob ihn als "Tausendsassa" hervor, der immer seine Augen und Ohren offen hat. "Ohne Rudi Russ wäre das Jubiläum sang- und klanglos verstrichen", so der Vorsitzende. Außerdem sei auf Russ immer Verlass, wenn es um organisatorische Aufgaben geht, damit der hiesige Weinbau der Öffentlichkeit ansprechend präsentiert werden kann.

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