Forchheim

Atemberaubende Attraktionen

Bis 24. Februar gastiert der Circus Barnum mit Tieren, Clowns und Artisten in Forchheim. Höhepunkt sind aber die "Peres Riders", vier Stuntmen, die mit ihren Motorrädern durch eine Stahlkugel jagen.
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Einer fehlt noch: Die vier "Peres Riders" liefern sich in einer Kugel wilde Verfolgungsfahrten.  Fotos: Josef Hofbauer
Einer fehlt noch: Die vier "Peres Riders" liefern sich in einer Kugel wilde Verfolgungsfahrten. Fotos: Josef Hofbauer
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Josef Hofbauer Tiere, Clowns, Artisten. "Dies sind die drei Begriffe, die Menschen mit dem Zirkus verbinden", erklärt Markus Kaiser, Chef des Circus Barnum, der seit Freitagabend vor den Toren der Stadt gastiert. Höhepunkt der zweistündigen Show mit mehr als einem Dutzend Attraktionen sind die "Peres Riders", die mit ihren waghalsigen Motorrad-Stunts in einer Stahlkugel für Nervenkitzel sorgen.

Die Jungs um den Kolumbianer Fabio brauchen gut vier Stunden, bis sie den Metallkäfig zusammengebaut haben. Fabio, der Chef der Truppe hat sich auch die Choreografie ausgedacht. In der Stahlgitterkugel wird es eng, wenn die beiden Südamerikaner und zwei Portugiesen, in verschiedenen Formationen und unterschiedlichen kreuzenden Routen durch die Kugel, die aus miteinander vernieten Stahlgürteln zusammengebaut ist, rasen.

Der kleinste Fehler ist fatal

Jeder muss die Choreografie im Kopf haben. "Wir dürfen uns nicht den kleinsten Fehler erlauben", betont Fabio. Und Gonzales ergänzt: "Die kleinste Berührung eines Kollegen genügt, und es kommt zur Katastrophe." Deshalb müssen die Motorrad-Artisten perfekt aufeinander abgestimmt sein.

Nicht umsonst heißt der Metallkäfig "Kugel des Todes". Angst haben die waghalsigen Männer keine. Aber Respekt ist angebracht. Sowohl beim Training, als auch bei den Auftritten ist daher volle Konzentration angesagt.

Dramatische Musik und eine eindrucksvolle Lichter-Show verstärken das Gänsehaut-Erlebnis, wenn die Stunt-Fahrer die Schwerkraft scheinbar mühelos überwinden. Wer schon einem ein paar Loopings in einer Achterbahn erlebt hat, kann ungefähr ermessen, wie todesmutig die Peres Riders sein müssen.

Nervenkitzel ist Programm

"Klar ist das gefährlich", räumt Zirkuschef Markus Kaiser ein. Aber auch bei einer Hochseil-Nummer oder einer Tierdressur könne immer etwas passieren. "Im Zirkus ist der Nervenkitzel Teil des Programmes. Das gehört einfach dazu", findet der Zirkusdirektor. "Das ist seit 250 Jahren so, seit es Zirkus gibt". In diesem Zusammenhang erinnert Markus Kaiser, dass der Name seines Unternehmens auf den Amerikaner Phineas Taylor Barnum zurückgehe, der 1851 einen Wanderzirkus gründete.

Wie seine Vorfahren setzt Kaiser bei den Sensationen unter der Zirkuskuppel auf Tiere, Clowns und Artistik. So präsentiert Markus Kaiser Pferdenummern, mit eine Königsdisziplin in der Manege. "Für Pferdeliebhaber eine Augenweide, die Araber und Friesen in einer harmonischen Freiheitsdressur zu erleben", so Kaiser.

Größte Tiershow Europas

Natürlich sind Kamele, Dromedare und Lamas nicht wegzudenken. "Wir haben mit über 60 Tieren Europas größten Exotenzug in der Manege", betont der Zirkusdirektor. Das Tierwohl stehe dabei an erster Stelle.

Auch Trapezkünstler und Messerwerfer halten das Publikum in Atem. Jüngste Akteurin ist die zwölfjährige Vivien. Sie zeigt mit ihrer Kautschukakrobatik, wie biegsam Zirkusartisten sein können. Insgesamt wartet auf die Zirkusbesucher eine zweistündige Show, eine gelungene Mischung aus Spaß und atemberaubenden Attraktionen.

Der Circus Barnum gastiert bis einschließlich 24. Februar auf dem Gelände in Forchheim-Süd, gegenüber der Spedition Geis.

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