Neustadt bei Coburg

Astronomiemuseum wird nicht mehr vom Sternwarte-Verein geführt

Der Vorstand des Vereins "Freunde der Sternwarte Sonneberg e.V." informiert, dass das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg nicht mehr durch den Verein geführt wird. Nach der K...
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Der Vorstand des Vereins "Freunde der Sternwarte Sonneberg e.V." informiert, dass das Astronomiemuseum der Sternwarte Sonneberg nicht mehr durch den Verein geführt wird. Nach der Kündigung des Pachtvertrages durch die "4pi Systeme Gesellschaft für Astronomie und Informationstechnologie mbH" im Juni 2015 sei es in mehreren Verhandlungen nicht gelungen, eine Weiterarbeit des Vereins vertraglich neu zu vereinbaren. Am 15. Januar 2016 erfolgte die Übergabe des Museumsgebäudes an die "4pi Systeme Gesellschaft für Astronomie und Informationstechnologie mbH".


Feste Größe im Tourismus

Wie der Verein mitteilte, ist das Astronomiemuseum mit seinen populärwissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen zu einer Bildungs- und Erlebnisstätte und einer festen Größe für den Tourismus geworden. Das Jahr 2015 sei das erfolgreichste seiner Geschichte gewesen. Zu verdanken habe man den Erfolg in erster Linie dem Museumsleiter Thomas Weber M. A. und seiner Frau Susanne.
Die Sternwarte Sonneberg befindet sich seit 1995 in Trägerschaft eines Zweckverbandes aus Stadt und Landkreis Sonneberg. Seit 2004 befindet sich die Sternwarte im Rahmen eines Erbpachtvertrages mit dem Zweckverband in den Händen der Firma "4pi Systeme Gesellschaft für Astronomie und Informationstechnologie mbH". Der Erbpachtvertrag verpflichtet die Firma, das Museum gemeinsam mit dem Verein weiterzuführen. Diese Weiterführung erfolgte im Rahmen von Pachtverträgen.
Den seit 2012 gültigen Pachtvertrag hat die Firma zum Jahresende 2015 gekündigt und machte eine weitere Zusammenarbeit nach Darstellung des Vereins abhängig vom Abschluss eines Betreibervertrages. Bei den Verhandlungen habe sich gezeigt, dass die Firma in einer Weise Einfluss auf den Verein nehmen will, die nicht mit seiner Gemeinnützigkeit und Selbstständigkeit vereinbar ist, so der Veein in seiner Stellungnahme. Der Zweckverband als Eigentümer der Sternwarte habe sich kaum aktiv an den Verhandlungen beteiligt, bedauert der Verein, der eine Verletzung des Erbpachtvertrages sieht. Letztlich gehe das Astronomiemuseum nun einer unklaren Zukunft entgegen. Was die Zukunft des Vereins betrifft, so werde man in einer Mitgliederversammlung im Februar entscheiden, wie es weitergehen wird. Der Verein werde sich ein neues Domizil suchen und sich neu orientieren. Auf jeden Fall werde er auch in Zukunft das Andenken an Cuno Hoffmeister, die Sternwarte und ihre verdienstvollen Mitarbeiter hochhalten. red



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