Ebermannstadt

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Frank Fleischmann, Vorsitzender der Sternwarte Feuerstein stellte den Jahreskalender mit zwölf Aufnahmen von Planeten und Galaxien der Öffentlichkeit vor.
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Frank Fleischmann präsentierte den neuen Kalender der Sternwarte Feuerstein.  Foto: Andreas Hofbauer
Frank Fleischmann präsentierte den neuen Kalender der Sternwarte Feuerstein. Foto: Andreas Hofbauer

Andreas Hofbauer "Mit unserer Ausrüstung können wir Planeten, Kometen, Galaxien und Sterne bis zu eineinhalb millionenfach vergrößern", erklärt der Erste Vorsitzende der Sternwarte Feuerstein, Frank Fleischmann. Dadurch eröffneten sich Blicke auf Galaxien und den Weltraum, wie man sie ansonsten nur aus Film und Fernsehen kennt, so der Vorsitzende bei der Präsentation des neuen Kalenders der Sternwarte.

Die mittlerweile zehnte Auflage dieses besonderen Kalenders erlaubt einen Blick in diese Wunderwelt. Darin kann man unter anderem die Sonne im Detail, den Rosettennebel, einen offenen Sternhaufen im Sternbild Einhorn und natürlich den Mond bestaunen. "Mit Blicken, wie sie nur die Fränkische Schweiz hergibt", beteuert Fleischmann.

Auch Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) war zur Premiere des zehnten Kalenders und dem 20-jährigen Bestehen der Sternwarte gekommen, um sich einen Überblick über die Arbeit der Mitglieder der Sternwarte zu verschaffen. "Als Bürgermeisterin bekommt man ja relativ viele Kalender geschenkt. Aber das Exemplar der Sternwarte ist für mich immer etwas ganz Besonderes. Auf den werde ich häufig angesprochen. Ein echter Hingucker eben", freute sich Meyer.

Ein Tag Bearbeitung

Die Bilder des Kalenders sind nämlich in mühevoller Kleinstarbeit entstanden. "Wir haben Belichtungszeiten von zehn oder mehr Stunden. Dazu kommt noch die Bearbeitung am Computer und das Finalisieren der Bilder. Ein Bild braucht so schon mal bis zu zwei Tage, bis es fertig ist", schildert Fleischmann den Aufwand. Mit einmal ausrichten ist es aber längst nicht getan.

"Die Kameras müssen maschinell nachjustiert werden, um die Erddrehung auszugleichen. Ansonsten würden wir nur verwischte Bilder bekommen", erklärt Fotograf Werner Stupka. Einen persönlichen Favoriten können die Mitglieder aber nicht ausmachen. "Die Bilder kann man sehr schwer vergleichen. Für eine Detailaufnahme des Mondes sind ganz andere Fähigkeiten vonnöten, als für die Aufnahme von Galaxien", sind sich die Sternwartenmitglieder einig.

Vorsitzender Frank Fleischmann möchte mit dem Kalender, von dem es nur 250 Exemplare gibt, zeigen, dass die Natur eben nicht nur aus Bäumen, Flüssen und Sträuchern besteht, sondern viel mehr beinhaltet.

Wer Interesse an einem Blick auf die Galaxie hat, kann den Kalender, dessen Titelseite eine Aufnahme des Mondes zeigt, für 15 Euro bei der Sternwarte erwerben.

Bestellungen für den Kalender sind auch auf der Webseite http://sfeu.de/sfeu/photokalender2019 möglich.

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