Coburg

AST fährt weitere drei Jahre

Das Anrufsammeltaxi verzeichnet seit einigen Jahren eine steigende Tendenz. Drauflegen muss die Stadt trotzdem. Doch auch die SÜC und die Nachbargemeinden unterstützen das Angebot für Nachtschwärmer.
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Taxis bei Nacht: In Coburg sind Anrufsammeltaxis zu regelmäßigen Zeiten außerhalb der Stadtbus-Betriebszeiten unterwegs und können zum Preis eines Busfahrscheins plus Komfortzuschlag genutzt werden. Foto: Lino Mirgeler/dpa
Taxis bei Nacht: In Coburg sind Anrufsammeltaxis zu regelmäßigen Zeiten außerhalb der Stadtbus-Betriebszeiten unterwegs und können zum Preis eines Busfahrscheins plus Komfortzuschlag genutzt werden. Foto: Lino Mirgeler/dpa

10173 Fahrgäste nutzten im Jahr 2018 das Coburger Anrufsammeltaxi (AST). Das war die zweithöchste Zahl, seit das Angebot 2002 den Betrieb aufnahm - mehr Fahrgäste hatte es nur 2005 gegeben. Nach einem Nutzungs-Einbruch verzeichne das AST seit 2014 wieder steigende Tendenz, berichtete Nahverkehrsbeauftragte Martia Nehring am Montag im Verwaltungssenat.

Mehr Fahrgäste, mehr Fahrten und insgesamt ein leicht sinkender Zuschussaufwand: 23 900 Euro musste die Stadt 2018 zuschießen; 2017 waren es noch 25 000 Euro gewesen. Die Taxen fahren im Stadtbusbereich, das heißt, sie bedienen auch die Nachbargemeinden Niederfüllbach, Ahorn, Dörfles-Esbach und Lautertal.

Diese Gemeinden beteiligten sich auch mit insgesamt 16 247 Euro an den Kosten, einen weiteren Zuschuss in Höhe von 20 000 Euro steuerten die SÜC bei aus den Einnahmen aus dem Semesterticket der Hochschule Coburg. Aus den Fahrscheinverkäufen und den Komfortzuschlägen ergaben sich Einnahmen in Höhe von 23 868 Euro, wie Nehring berichtete.

Wer mit dem Sammeltaxi fahren will, muss sich vorher telefonisch anmelden und zahlt dann nur den Preis einer Stadtbusfahrt sowie einen Komfortzuschlag von zwei Euro. Wie Marita Nehring darlegte, sind es vor allem die Stadtbusnutzer, die spätabends auch ins AST steigen: 4030 Fahrgäste hatten eine Monatskarte für die SÜC-Busse, 2372 eine Sechserkarte, 1373 mal wurde das Semesterticket eingesetzt. "Damit sind die meisten Fahrgäste Stammkunden des ÖPNV", stellte Marita Nehring fest.

Woher die Fahrgäste im Einzelnen kommen, lässt sich nicht feststellen, nur, wohin die Fahrten gehen. Das AST-Gebiet ist in Zonen aufgeteilt; in die Zonen mit Landkreisgemeinden finden die meisten Fahrten statt. Auffällig sei, dass ein Drittel der Fahrten zwischen den Zonen stattfindet, also zum Beispiel von Ahorn nach Lautertal, erläuterte Marita Nehring. Gedacht war das AST ursprünglich im wesentlcihen dafür, nächtliche Besucher der Coburger Innenstadt wieder nach Hause zu bringen.

Die Stadt genehmigt den AST-Betrieb immer nur befristet. Am 30. September würde die Laufzeit enden. Weil aber das Semesterticket gerade erst wieder bis Ende September 2022 verlängert wurde, bleibt auch das Anrufsammeltaxi für diesen Zeitraum in Betrieb. Der Verwaltungssenat stimmte ohne Diskussion einstimmig zu. sb

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