Coburg

Arbeitsreiche Tage an der Berghütte

Ein Team der Sektion Coburg des Deutschen Alpenvereins hat die Coburger Hütte bei Ehrwald winterfest gemacht. Eine Sache bereitet dem Team allerdings Kopfschmerzen.
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Bei der Begutachtung der Wasserleitung, die an einer Felswand verläuft, wurde ein Schaden entdeckt, der unbedingt vor dem Wintereinbruch noch behoben werden musste. Zur Reparatur waren Kletterausrüstung sowie Seilsicherung notwendig.
Bei der Begutachtung der Wasserleitung, die an einer Felswand verläuft, wurde ein Schaden entdeckt, der unbedingt vor dem Wintereinbruch noch behoben werden musste. Zur Reparatur waren Kletterausrüstung sowie Seilsicherung notwendig.
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Am kommenden Wochenende geht die Saison auf der Coburger Hütte zu Ende. Das Hütten- und Wegeteam der Sektion Coburg des Deutschen Alpenvereines (DAV) startete deshalb Ende September mit seinem "Chef" Edwin und noch weiteren sieben Mitgliedern nach Ehrwald (Tirol), der älteste 78 und der jüngste 62 Jahre alt, um noch einige Arbeiten in, an und im Umfeld der Hütte zu erledigen.

Nachdem die Schneemassen und eine Lawine im vergangenen Winter die hölzerne Umzäunung an der Talstation der Materialseilbahn zerstört hatten, wurde diese in aufwendiger und anstrengender Arbeit von drei Bergkameraden drei Tage lang mit neuen 19 Pfählen und dazugehörigen Brettern wieder instand gesetzt sowie erweitert und kuhsicher gemacht. Kühe hatten ein Fahrzeug, das dort parkte, stark beschädigt. Das kann nun nicht mehr passieren.

"Schreinermeister" Egon zimmerte zwei neue Türen, die nun die Wassertanks unter dem Dach sicher schützen. Walter, der Maler vom Dienst, versah die Verkleidung der Ostseite am Winterquartier sowie die Fensterläden mit einem neuen, schützenden Anstrich. Fahrradständer, die die Sparkasse Coburg zur Verfügung gestellt hatte, wurden aufgestellt. Für Material wie Holz und Metall wurden neue Unterstände gebaut.

Bäume, die von den Schneemassen umgedrückt waren, durften nach Genehmigung durch den zuständigen Förster vom DAV-Team aus dem unwegsamen Gelände herausgezogen werden. Hier half der alte Hüttenwirt Friedl mit einem Seil und seinem starken Fahrzeug. Die Verarbeitung zu Brennholz mittels Kettensäge oblag Lui, so dass in der Hütte nun wieder genügend Material vorhanden ist, um kuschelig warm mit dem Kachelofen einzuheizen.

Wege wurden gerichtet, Treppenstufen ins Gelände gebaut. Bei der Begutachtung der Wasserleitung, die an einer Felswand verläuft, wurde ein Schaden entdeckt, der unbedingt vor dem Wintereinbruch noch behoben werden musste. Zur Reparatur waren Kletterausrüstung sowie Seilsicherung notwendig.

Der Höhepunkt am Anreisetag war jedoch am Abend nach Dienstende das Bratwurstbraten. Nach Absprache mit Hüttenwirt Jürgen hatte Werner Coburger Bratwürste, Kühle (Kiefernzapfen), Semmeln und natürlich den entsprechenden Rost zum Braten mitgebracht. Es schmeckte allen hervorragend und war für das Hüttenpersonal, allen voran den neuen Koch aus Köln, Georg, eine sehr willkommene Abwechslung.

So vergingen sechs arbeitsreiche Tage wie im Flug. Das komplette Hütten- und Wegeteam, das derzeit 14 Personen zählt, freut sich schon auf die Hüttensaison 2020, denn im Juni des nächsten Jahres ist man wieder vor Ort, denn an Arbeiten in und um die Coburger Hütte wird es auch künftig nicht mangeln.

Kopfzerbrechen bereitet der DAV-Sektion Coburg der Hohe Gang. Durch einen Hangrutsch ist dieser Bergpfad, ein Verbindungsweg vom Tal zum Seebensee ,im Bereich oberhalb der "Coburger Bank" massiv zerstört worden und deshalb bis auf weiteres gesperrt. Über Möglichkeiten der Reparatur kann erst nach der anstehenden Wintersaison entschieden werden.

Im Winter werden durch die Schneemassen und durch weitere Felsabgänge weitere Beschädigungen erwartet. Im nächsten Jahr wird dann in diesem Bergbereich geklärt, wie es mit dem bei Wanderern und Bergsteigern sehr beliebten Hohen Gang weitergeht. Das wird die Sektion Coburg in enger Abstimmung mit der Bergwacht vor Ort entscheiden.

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