Kronach
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit im Raum Kronach steigt im August nur leicht an

Mit dem Start in die Sommerferien und zum Ende des Berufsausbildungsjahres er-höhte sich die Arbeitslosigkeit wieder. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Landkreis Kronach seit Ende Juli um 24 Personen...
Artikel drucken Artikel einbetten

Mit dem Start in die Sommerferien und zum Ende des Berufsausbildungsjahres er-höhte sich die Arbeitslosigkeit wieder. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Landkreis Kronach seit Ende Juli um 24 Personen oder 1,8 Prozent. Im August waren 1334 Menschen erwerbslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,5 Prozent (Vorjahr 2,7 Prozent).

Auch wenn der Anstieg im Vergleich zum Vormonat am geringsten im ganzen Agenturbezirk ausfällt, macht sich die Insolvenz eines Kronacher Großbetriebs (Loewe) in den Zahlen noch deutlich bemerkbar. Gegenüber dem Vorjahresmonat war daher ein Anstieg um 288 Personen bzw. 27,5 Prozent zu verzeichnen. Positiv stimmt, dass im August 146 arbeitslose Frauen und Männer eine neue Beschäftigung fanden, 46 Personen (+46 Prozent) mehr als im Vormonat und 33 (+29,2 Prozent) mehr als im letzten Jahr.

Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Er-wachsenen unter 25 Jahren kletterte im August um 25 auf 166. Im August melden sich verstärkt junge Menschen nach dem Ausbildungsende arbeitslos, da nicht immer ein nahtloser Übergang in eine Beschäftigung aufgrund der Ferienzeit möglich war. Aktuell sind es 39 Jugendliche oder 30,7 Prozent mehr als im letzten Jahr. Aus dem Landkreis Kronach gingen beim Arbeitgeberservice in den letzten vier Wochen 89 versicherungspflichtige Stellenangebote ein. Im Bestand haben die Vermittler 691 Beschäftigungschancen, 193 weniger als im gleichen Zeitraum 2018.

Brigitte Glos, Leiterin der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, sieht trotz konjunktureller Eintrübung weiterhin positive Signale auf dem Arbeitsmarkt: "Auch wenn der Konjunkturmotor langsam an Tempo verliert, bieten viele Branchen noch immer vielfältige Beschäftigungschancen. So werden beispielsweise im Handwerk weiter dringend Auszubildende sowie sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer gesucht." red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren