LKR Forchheim
Volksbegehren

Arbeitskreis Umwelt will eigene Vorschläge zum Artenschutz machen

Heinz Marquart ist auch weiterhin Leiter des Umweltarbeitskreises der CSU im Landkreis Forchheim. Die Mitglieder wählten ihn einstimmig für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden. Als Stellvertreter fung...
Artikel drucken Artikel einbetten

Heinz Marquart ist auch weiterhin Leiter des Umweltarbeitskreises der CSU im Landkreis Forchheim. Die Mitglieder wählten ihn einstimmig für weitere zwei Jahre zum Vorsitzenden. Als Stellvertreter fungieren Reinhold Müller und Margarete Loskarn, die Kasse führt weiterhin Hermann Vortmann.

Als Schriftführer stellte sich der ehemalige Landtagsabgeordnete Walter Hofmann zur Verfügung. Die Umweltfreunde der CSU diskutierten neben der Jahresplanung, die auch die kommenden Kommunalwahlen in den Blick nehmen soll, intensiv über das Volksbegehren Artenvielfalt "Rettet die Bienen". Heinz Marquart zeigte sich davon überzeugt, dass die Initiative den falschen Weg einschlägt: "Bevor private Flächen zwangsweise bewirtschaftet werden, ist es unverzichtbar, die öffentlichen Flächen durch sorgsame Pflege als Lebensraum für Bienen und Insekten zu verbessern!". Insektenschutz per Gesetz zu verordnen sei der falsche Weg.

Die Initiative, so ist sich der Arbeitskreis einig, sei grundsätzlich zwar gut, die Ausführung aber fachlich und rechtlich fragwürdig. Sorge bereitet Marquart, dass erfahrene Naturschutzverbände trotz der zweifelhaften Inhalte der Gesetzesinitiative so einfach zugestimmt hätten. Der AK Umwelt werde eigene Vorschläge für den Artenschutz erarbeiten und über den Forchheimer Stimmkreis-Abgeordneten Michael Hofmann in den bayerischen Landtag einbringen. Ziel müsse es sein, alle Kräfte bei der Bekämpfung der Ursachen des Artensterbens zu bündeln. Auch wenn die Unterschriften inzwischen erreicht worden seien, müsse der Landtag seine eigenen Vorstellungen zur Diskussion stellen. Im weiteren Verlauf bestehe zudem die Chance, die angestoßene Diskussion mit weiteren Ideen zu verfeinern. Immerhin hätten selbst die Organisatoren eingeräumt, dass der Gesetzentwurf nicht optimal sei.

Zudem stünden für den Artenschutz mehr als 100 000 Hektar öffentlicher Flächen in Bayern zur Verfügung, die nach Stand der Wissenschaft zu artenreichen Lebensräumen entwickelt werden könnten. red



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren