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Königsberg in Bayern

Arbeiten an der Burg gehen weiter

Die Schlossberggemeinde Königsberg will heuer am Basteiturm das obere Geschoss aufbauen.
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Über 2000 freiwillige Arbeitsstunden haben Gerd Kost (Zweiter von links) und Ewald Fischer (Zweiter von rechts) auf dem Schlossberg geleistet. Dafür bedankten sich Bürgermeister Claus Bittenbrünn (rechts) und Burgvogt Eddi Klug (links). Kost kümmert sich zudem seit 40 Jahren als Säckelwart um die Finanzen der Schlossberggemeinde.
Über 2000 freiwillige Arbeitsstunden haben Gerd Kost (Zweiter von links) und Ewald Fischer (Zweiter von rechts) auf dem Schlossberg geleistet. Dafür bedankten sich Bürgermeister Claus Bittenbrünn (rechts) und Burgvogt Eddi Klug (links). Kost kümmert sich zudem seit 40 Jahren als Säckelwart um die Finanzen der Schlossberggemeinde.
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Die Schlossberggemeinde Königsberg traf sich am Sonntag zu ihrer Jahresversammlung in der Schlossberggaststätte. Der Verein sieht eine Hauptaufgabe darin, die historische Burganlage auf dem Schlossberg zu erhalten und Teile neu aufzubauen.

Zu Beginn gab Burgvogt Eddi Klug einen Überblick über die im Jahr 2019 durchgeführten und begonnenen Arbeiten und Projekte: Im Februar fing die Arbeitsgruppe mit Aufräumarbeiten im Brunnenhaus und im Ritterkeller der Burganlage an. Anschließend wurde der Bewuchs rund um den Schlossberg zurückgeschnitten.

Am 23. März ging es dann mit den Maurerarbeiten los. Zuerst wurde die Baustelle am Basteiturm eingerichtet und das bestehende Gerüst überprüft, das im Laufe des Jahres um zwei Stockwerke erhöht wurde. Dann ging es an fast allen Samstagen, an denen das Wetter mitspielte, mit den Wiederaufbauarbeiten am Basteiturm weiter.

Durch den Einsatz der fleißigen Helfer wuchs der Basteiturm immer weiter nach oben bis auf Burghofniveau. Nachdem man auf Höhe des Burghofs angekommen war, musste die Brüstung abgebrochen und eine Treppe mit 23 Stufen vom mittleren Stock nach oben gebaut werden, wie Klug berichtete.

3,5 Tonnen Eisenstangen

Das Gerüst für die obere Decke des Basteiturms wurde eingebaut und die Deckenverschalung fachgerecht aufgestellt. Dann hieß es wieder einmal, Baumaterial per Hand zu transportieren: Ungefähr 3,5 Tonnen Eisenstangen in verschiedenen Längen und Stärken galt es, vom Parkplatz über die Brücke zur Baustelle am Basteiturm zu tragen und später in die Verschalung einzubauen.

Anfang Oktober konnte die obere Betondecke des Basteiturms gegossen werden. In die Decke wurden 25 Kubikmeter Beton eingebaut. Als sie soweit abgetrocknet war, dass man sie begehen konnte, wurden noch über 30 eigens zugesägte Kragsteine als Randabschluss eingebaut. Zum Schluss musste das Traggerüst der Decke wieder aus dem Basteiturm ausgebaut werden.

Durch den besonders großen Einsatz der "Rentnertruppe" um Erich Schulz, Herbert Spath, Henry Austel, Werner Heyn, Gerd Kost, Peter Haustein und Walter Schneider sparte die Schlossberggemeinde laut Klug beim Einbau der oberen Decke im Basteiturm circa 10 000 Euro. Eine Sonderaufgabe führte Peter Haustein aus. Er versah die oberen Aussparungen im Seckendorff-Turm mit neuen Löffelschießscharten aus Sandsteinplatten.

Weitere Helfer gesucht

Außerdem war wieder eine Gruppe von Schülern der Regiomontanus-Fachoberschule aus Coburg für einen Tag auf dem Schlossberg aktiv. Unter anderem bauten sie Steinringe um die neu gesetzten Weinstöcke an den Burgmauern im Wallgraben und hinter der Kemenatenmauer.

Der Reinigungstrupp kümmerte sich um Sauberkeit und Ordnung auf dem Schlossberg. Für verschiedene Arbeitseinsätze wurden ein Radlader sowie ein Transportfahrzeug von der Stadt zur Verfügung gestellt.

Auch in diesem Jahr hat die Schlossberggemeinde viel vor, wie Burgvogt Klug auf der Jahresversammlung erklärte. Wie jedes Jahr wird wieder mit dem Entfernen von Gestrüpp rund um den Schlossberg begonnen. Anschließend geht es mit den Bauarbeiten am Basteiturm weiter. Hier wird mit dem Aufbau des oberen Geschosses angefangen, das rund drei Meter hoch werden soll. Vorgesehen ist, das Obergeschoss mit Fensteröffnungen und einem breiten Eingangsbereich zu versehen.

Klug rief nicht nur die bei der Versammlung Anwesenden zur Mithilfe auf: "Alle Aktiven, die hier oben tätig sind, würden sich freuen, wenn sich noch weitere Helfer finden würden. Jeder ist willkommen, ob bei den Arbeiten an den Mauern oder als Mithilfe bei den Festen."

Bei Interesse könne man einfach bei schönem Wetter samstagvormittags auf den Berg kommen oder bei Burgvogt Klug unter der Rufnummer 09525/791 anrufen. Auch der Reinigungstrupp würde sich über zusätzliche Hilfe bei den Arbeiten freuen. Bei Interesse gibt Inge Schneider Auskunft.

Zum Schluss seiner Ausführungen bedankte sich Klug bei allen Mitgliedern, Förderern und Gönnern der Schlossberggemeinde für ihre Unterstützung. Ein besonderer Dank ging an Dagmar Kirchner, die der Arbeitsgruppe schon seit Jahren Brotzeit und Getränke zu den Arbeitseinsätzen spendiere.

Zum Schluss der Versammlung des Vereins berichtete Udo Grieser über den Verlauf der 53. Coburg-Wanderung. Und Walter Schneider hielt einen Lichtbildervortrag über Königsberg und seine Entstehung bis zur Reformation.

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