Hirschfeld
hirschfeld.inFranken.de  Mit einem Sportfest und einem Ehrungsabend feierten die Mitglieder des 1. FC Hirschfeld das 70-jährige Bestehen.

Applaus für das letzte Gründungsmitglied

Bei einem Festabend anlässlich des 70-jährigen Bestehens des 1. FC Hirschfeld wurden am Samstagabend verdiente Vorstands- und Ausschussmitglieder geehrt. Daneben gab es auch viele Dankesworte und Appl...
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Die geehrten Vorstands- und Ausschussmitglieder des 1. FC Hirschfeld mit Landrat Klaus Löffler und Josef Förtsch (Mitte), dem einzigen noch lebenden Gründungsmitglied.  Fotos: Veronika Schadeck
Die geehrten Vorstands- und Ausschussmitglieder des 1. FC Hirschfeld mit Landrat Klaus Löffler und Josef Förtsch (Mitte), dem einzigen noch lebenden Gründungsmitglied. Fotos: Veronika Schadeck
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Bei einem Festabend anlässlich des 70-jährigen Bestehens des 1. FC Hirschfeld wurden am Samstagabend verdiente Vorstands- und Ausschussmitglieder geehrt. Daneben gab es auch viele Dankesworte und Applaus für das einzig noch lebende Gründungsmitglied Josef Förtsch (Jupp).

Der 1. FC Hirschfeld steht im Jubiläumsjahr auf guten Füßen. So sichern zwei Mannschaften und eine Altliga in dem knapp 450 Einwohner zählenden Dorf den Spielbetrieb und fördern somit auch die Dorfgemeinschaft. Der Vorsitzende Michael Fehn erinnerte an die Gründung des Sportvereins am 1. November 1949. Damals fanden sich 28 Fußballbegeisterte zusammen, um den Verein aus der Taufe zu heben. Fußballbegegnungen fanden auf einer Feldwiese statt, es gab keine Dusch- und Umkleidekabinen. Zu den Auswärtsspielen gingen die jungen Sportler zu Fuß, fuhren mit dem Fahrrad oder mit dem Traktor.

Wenige Jahre später sei es den Mitgliedern ein Anliegen gewesen, für den Verein eine Heimat zu schaffen. Unter der Federführung des damaligen und mittlerweile verstorbenen Vorsitzenden Rudolf Herrmann wurde die FC-Sportanlage gebaut und zum 25-jährigen Jubiläum mit einem großen Fest eingeweiht.

Der jetzige Vorstand und die Mitglieder haben nun die Aufgaben, den Spielbetrieb aufrechtzuerhalten und den Unterhalt für die Sportanlage mit dem Vereinsheim zu sichern.

"Wir profitieren heute davon, was damals geschaffen wurde", so Bürgermeister und Schirmherr Thomas Löffler. Er wies darauf hin, dass Anfang der 70er Jahre die Sportanlage für 190 000 D-Mark gebaut wurde. Die FC-Mitglieder hätten damals viele freiwillige Arbeitsstunden geleistet, um ihren Traum zu verwirklichen.

Landrat Klaus Löffler betonte die Bedeutung des Miteinanders. Es sei wichtig, dass es Menschen gibt, die sich für einen Verein begeistern und dafür auch Verantwortung übernehmen. Sein besonderer Dank galt dem Ehrenvorsitzenden Theobald Heinlein, der sich nach 50 Jahren aus dem Vorstand verabschiedete. "Ein Riesen Vergelt's Gott für Deinen Einsatz!"

Er hoffe auf die Jugend, so der Ehrenvorsitzende. Heinlein appellierte an den Nachwuchs, Verantwortung für einen Verein und für den FC zu übernehmen. Denn sonst gäbe es keinen Verein, und "ohne Verein gibt es auch kein Dorfleben!".

Am Sonntagvormittag hob Pfarrer Cyriac Chittukalam in seiner Predigt beim Zeltgottesdienst die Bedeutung des Sports hervor. Beim Fußball habe man ein gemeinsames Ziel. Dieser Sport fördere das Miteinander, die Kameradschaft und trage auch zum Umgang mit Niederlagen bei.

Am Freitagabend war Jean-Marie Pfaff nach seinem Besuch im Vereinszimmer des FC-Bayern-Fan-Clubs Hirschfeld Gast auf der FC-Sportanlage. Es gab strahlende Kinderaugen und neugierige Gesichter. Jean-Marie Pfaff spielte von 1982 bis 1988 beim FC Bayern, er war Publikumsliebling in München und belgischer Nationaltorwart.

Bei seinem Besuch zeigte er keine Star-Allüren und es wurde deutlich, dass er für seine Jahre in München dankbar ist. "So eine Zeit vergisst man nicht!"

"Es ist uns eine große Ehre, Dich begrüßen zu können!", hieß der Vorsitzende des 1. FC Hirschfeld, Michael Fehn, den 65-Jährigen willkommen. Pfaff ging auf seine Fans zu. Er zeigte sich bodenständig und gab zahlreiche Autogramme. Pfaff, der derzeit unter anderem Vorträge für Unternehmen über seinen Werdegang hält, hat gezeigt, dass ein Mensch, der durch den Fußball zum Weltstar geworden ist, auch normal bleiben kann.

"Ich bin sehr glücklich, dass ich heute hier sein kann", meinte Pfaff. Er erinnerte an das vergangene Jahr, als er unsere Vorstandsmitglieder Ingo Ehrhardt und Stefan Beck kennenlernte. Er verriet zudem sein "Schönheitsgeheimnis". Das hänge wahrscheinlich mit seiner Familie zusammen. Zudem habe er einen Beruf, der ihm Spaß macht. Veronika Schadeck

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