Lichtenfels
Bilderschau

Appetitanreger für Reisen ins Ausland oder in den heimischen Garten

Die Aufnahmen machen Lust auf die nächste Reise, seien es die relativ nah gelegenen Ziele wie Venedig, oder entferntere wie Shanghai. Selbst in der näheren Umgebung, ja auch im eigenen Garten gibt es ...
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Die Aufnahmen machen Lust auf die nächste Reise, seien es die relativ nah gelegenen Ziele wie Venedig, oder entferntere wie Shanghai. Selbst in der näheren Umgebung, ja auch im eigenen Garten gibt es viel zu entdecken. Bereits zum dritten Mal lud der Lichtenfelser Foto Club in die ehemalige Synagoge zu kurzweiligen Bilderschauen unter dem Motto "Bilder aus nah und fern" ein.

28 Serien mit durchschnittlich 30 bis 40 Aufnahmen hatten die Fotografen Siggi Mischke, Reinhold Hopf, Peter Müller, Mirko Gahn, Herbert Ramer, Günther Lamm und Karl-Heinz Gehringer zur Verfügung gestellt und damit auch ein Feuerwerk an Ideenreichtum entzündet.

Aufwendig nachbearbeitet

Diesmal fällt auf, dass viele der gezeigten Serien aufwendig nachbearbeitet wurden. Rund 100 Stunden hat Karl-Heinz Gehringer an seiner Serie über die in der Lagune von Venedig gelegene Inselgruppe Murano gearbeitet. Zunächst ging es für den Fotografen darum, eine Ausdrucksform zu finden, die der besonderen Stimmung des Ortes gerecht wird. Karl-Heinz Gehringer hat sich letztlich für das quadratische Retroformat eines Polaroids der 50er Jahre mit seiner zarten Farbgebung entschieden . Im Gegensatz dazu stehen die exakt belichteten Aufnahmen von europäischen Großstädten bei Nacht, die Mirko Gahn mit der Kamera eingefangen hat.

Auch in diesem Jahr überließ es Siggi Mischke wieder dem Betrachter, ob er sich 168 Sekunden lang "langweilige" Fotos anschauen oder die gleiche Zeit auf dem Klo verbringen wollte. Was natürlich schade gewesen wäre, denn Mischke überzeugte auch diesmal mit einer anspruchsvollen Bildbearbeitung von Graffiti und Cartoons. Bei seiner Serie über die Oldtimer schlug sicher das Herz mancher Fans höher, angesichts der zahlreichen Modelle, die man heute kaum noch im Straßenverkehr sieht. Zur Musik von James Last lud Mischke zu einem entspannten Bummel über das Schützenfest in Lichtenfels ein. Da wird der Bürgermeister beim Bieranstich ebenso gezeigt wie die Menschenmassen auf dem Schützenplatz oder die verschiedenen Fahrgeschäfte in Aktion.

In der Welt der Insekten

Mit seiner Serie hat sich Herbert Ramer in die Welt der Insekten begeben. Dabei gelang es ihm auch, einen höchst seltenen Maikäfer vor die Linse zu bekommen.Viel Informatives über die Entstehungsgeschichte der neuen Glocken von Vierzehnheiligen steuerte Peter Müller bei. Der Fotograf hatte gut vier Monate an den beiden Serien gearbeitet und jeden Entstehungsschritt der Glocken nicht nur im Bild festgehalten, sondern auch kommentierend erklärt. Dem Betrachter kommt unwillkürlich Schillers Gedicht von der Glocke ins Gedächtnis, denn die einzelnen Herstellungsschritte haben nichts von ihrer archaischen Struktur eingebüßt.

Grandiose skandinavische Landschaften hat Mirko Gahn gleich in Serie eingefangen. Von nordischen Landschaften über tiefe Wälder bis hin zur moderner Architektur in den Städten hat der Fotograf seinen Zuschauern die ganze Vielfalt präsentiert. Auch ein Blick in die kulinarische Vielfalt Skandinaviens durfte nicht fehlen. Herbert Ramer lud seine Zuschauer auf eine Stippvisite in den Vatikan ein.

Ein erheblicher Teil der gezeigten Aufnahmen sind jedoch im Landkreis Lichtenfels entstanden. Auf Festen wie den Obermain-Marathon oder dem Schützenfest. Also warum in die Ferne schweifen? Lohnende Motive gibt es auch im heimischen naturnahen Garten, wo es nur so kreucht und fleucht. Auch der Herbst kann noch lohnende Motive bereithalten.

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