Unterbrücklein

Anwohner wollen Lärmschutz

Die Unterbrückleiner haben die Nase voll von der permanenten Geräuschkulisse, die der Verkehr auf der A 70 verursacht. Bei einem Ortstermin machten sich die SPD-Landtagsabgeordneten Aures und Adelt ein Bild von der Situation.
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Die A 70, die direkt an Unterbrücklein vorbeiführt, ist ein ständiger Quell für Lärm. Deswegen plädieren Bürger für besseren Lärmschutz. Foto: Archiv/Jochen Nützel
Die A 70, die direkt an Unterbrücklein vorbeiführt, ist ein ständiger Quell für Lärm. Deswegen plädieren Bürger für besseren Lärmschutz. Foto: Archiv/Jochen Nützel
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Die Brückleiner schätzen den schnellen Zugang zur A 70, haben damit aber auch ein Problem: Der Vekehrslärm raubt ihnen den Schlaf und einen Teil ihrer Lebensqualität. Daher hat der SPD-Ortsverein Neudrossenfeld mit der Vorsitzenden Michaela Schirmer die Dorfbewohner zusammen mit den Landtagsabgeordneten Inge Aures und Klaus Adelt zu einer Erörterung der Situation eingeladen. Dazu kamen über 40 Brückleiner.
Und sie erinnerten an eine Unterschriftenaktion vor drei Monaten, mit der sie die Gemeinde baten, tätig zu werden. Die hat nun am 8. Februar ein entsprechendes Gespräch mit der Autobahndirektion Bayreuth terminiert.
Für Aures war das vorab ein Grund, Ziele zu formulieren. So bittet sie im Einvernehmen mit ihrem Kollegen zuerst um eine Messung des Lärmpegels. Danach soll ein akuter Lärmschutz als Ergänzung zu den bisherigen Maßnahmen kommen.
"Ich bin zuversichtlich, dass die Argumente der Brückleiner bei der Autobahndirektion Gehör finden und sich was tut", sagte sie. Es gelte nun, den 8. Februar abzuwarten, wenn danach nichts geschehe, "treffen wir uns hier wieder vor Ort", versprach die Landtagsvizepräsidentin.
Adelt wünscht sich bei der Prüfung des Lärmschutzes, dass die gleichen Dezibel-Werte wie bei einem Neubaugebiet zugrunde gelegt werden. Als weitergehende Maßnahme sehen die beiden - dem Wunsch des Dorfes angepasst - eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Autobahn und auf der B 85 vom Ortsschild bis zur Kreuzung Hornungsreuth als nötig. Ebenso sollte bei künftigen baulichen Veränderungen der A 70 der Lärmschutz gleich mit einbezogen werden.
Eine, die viel zu leiden hat, ist Brigitte Hofknecht. Sie wohnt seit 1974 auf freier Fläche wenige hundert Meter von der Schnellstraße entfernt und seufzt: "Es hat sich seitdem viel verändert. Die Zeiten, als man unbehelligt vom Lärm auf dem Balkon Frühstück machen konnte, sind längst vorbei". Nachts sei es schwer, seine Ruhe zu finden, bei geöffnetem Fenster sei das gar unmöglich. Besonders die Lastwagen seien eine Plage. Nicht nur sie, sondern alle Brückleiner hoffen jetzt auf eine für sie günstige Lösung.
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