Pretzfeld
Marktgemeinderat

Antrag der Jagdgenossenschaft nach heftiger Diskussion abgelehnt

Nach heftiger Diskussion hat der Marktgemeinderat Pretzfeld in seiner Sitzung den Beschlussvorschlag der Verwaltung über einen Antrag der Jagdgenossenschaft Pretzfeld-Hagenbach auf Sanierung der aspha...
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Nach heftiger Diskussion hat der Marktgemeinderat Pretzfeld in seiner Sitzung den Beschlussvorschlag der Verwaltung über einen Antrag der Jagdgenossenschaft Pretzfeld-Hagenbach auf Sanierung der asphaltierten Bergfuhre von den Kellern zum Fröhlich-Denkmal einstimmig abgelehnt.

Im Juni dieses Jahres hatte die Jagdgenossenschaft in einem Schreiben auf den schlechten Zustand des genannten Weges aufmerksam gemacht. Sie hatte die Verwaltung und den Marktgemeinderat gebeten zu prüfen, ob der Weg saniert oder erneuert werden kann. Außerdem sollten Fördermöglichkeiten und Zuschüsse eruiert werden.

Der Ausschuss für Landwirtschaft und Waldbewirtschaftung hatte sich Ende Juni getroffen und den Weg besichtigt. "Das ist ein landwirtschaftlicher Weg und es besteht keine Sicherheitsgefahr", trug Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökol.) vor.

"Aber der Weg ist kaputt. Da muss man über kurz oder lang etwas machen", wandte Karl-Ludwig Grodd (WPA) ein. Rose Stark erklärte, dass es einen Grundsatzbescheid gebe: Die Marktgemeinde bezuschusst gewidmete und ausgebaute Wege mit 50 Prozent. Den Rest müsste die Jagdgenossenschaft übernehmen, die angegeben hatte, dass sie sich das nicht leisten könne.

Um Auskünfte über Fördermöglichkeiten einholen zu können, wollte die Verwaltung berechtigt werden, ein Büro beauftragen zu dürfen, um die Sanierungsmaßnahmen feststellen zu lassen und damit an Behörden wegen Fördermaßnahmen heranzutreten. Das regte den einen oder anderen Rat auf, denn sie verstanden nicht, warum ein Büro beauftragt werden sollte. "Wenn wir ein Büro einsetzen, kostet das viel Geld", wandte Zweiter Bürgermeister Walther Metzner (WPA) ein. Er fragte, ob man nicht einfach bei der Unteren Naturschutzbehörde nach Sanierungsmaßnahmen fragen könne. "Die sagen nichts ohne Plan", behauptete Rose Stark.

Steffen Lipfert (FW) wollte wissen, ob es denn überhaupt schon Gespräche gegeben habe. Er wies darauf hin, dass das Thema mittelfristig gelöst werden sollte. Außerdem forderte er, dass erst Gespräche mit den Behörden geführt werden sollten, bevor Geld ausgegeben werde. Dritter Bürgermeister Gerhard Kraft (FW) sah ebenfalls keinen Sinn darin, ein Büro zu beauftragen.

Gerhard Mühlhäußer (CSU/BB) forderte ein Wegeverzeichnis, in dem der Zustand aller Wege aufgeführt ist. Rose Stark wies noch einmal darauf hin, dass Behörden ohne Plan keine Stellungnahme abgeben würden. Die Räte entschieden sich jedoch dagegen, ein fachlich geeignetes Büro zu beauftragen, um mögliche Sanierungsmaßnahmen festzustellen.

Danach beschloss das Gremium einstimmig, ab September den Kindertagesstätten zusätzliche Leistungen zukommen zu lassen, um Kinder, die in einem Kindergarten das dritte Lebensjahr erreichen, finanziell bis zum Ende des Kindergartenjahres zu fördern. Denn sonst würde sich der Gewichtungsfaktor ändern.

Der Fränkische-Schweiz-Verein hatte beantragt, das Gemeindewappen und das Dienstsiegel verwenden zu dürfen. Einer Verwendung des Wappens stimmten die Räte zu, nicht aber der Verwendung des Dienstsiegels.

Nach der öffentlichen Sitzung wurden nicht-öffentlich die Ergebnisse aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek) vorgestellt.

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