Kronach

Anlaufstelle für Eltern

Zum 50-jährigen Bestehen der Lebenshilfe Kronach stellt sich am kommenden Sonntag bei einem Herbstfest als ein weiterer Fachbereich die Frühförderstelle vor.
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In der Frühförderstelle gibt es für jedes Kind individuelle Unterstützung bei der Entwicklung. Foto: Lebenshilfe
In der Frühförderstelle gibt es für jedes Kind individuelle Unterstützung bei der Entwicklung. Foto: Lebenshilfe

Bei den beiden Frühförderstellen - in der Nikolaussiedlung in Kronach und in der Außenstelle Im Lehen in Steinbach/Wald - handelt es sich um ein von der Lebenshilfe auf den Weg gebrachtes Konzept der frühen Hilfe. Das freiwillige und kostenlose Angebot richtet sich an alle Eltern, die sich Sorgen um die Entwicklung ihrer Kinder machen und Hilfe suchen.

Die individuelle Förderung richtet sich an Kinder von Geburt an bis zum Schuleintritt. Die Leistungen werden über den Bezirk Oberfranken und die jeweiligen Krankenkassen finanziert. "Vom Aufgabenbereich der Frühförderstelle haben sicherlich viele eine ungenaue oder falsche Vorstellung.

Oft herrscht noch die landläufige Meinung, dass sie insbesondere eine Einrichtung für Kinder mit geistiger Behinderung ist", erklärt die Leiterin der Frühförderstelle, Diplom-Sozialpädagogin (FH) Elisabeth Naß. Dies sei nicht der Fall beziehungsweise habe sich dies im Laufe der Zeit geändert. Derzeit betreut man in Kronach und in Steinbach/Wald zwischen 150 und 200 Kinder, insbesondere mit Auffälligkeiten beziehungsweise Verzögerungen in der Entwicklung. "Kinder mit geistigen Behinderungen nehmen dabei nur den allergeringsten Anteil ein", so Elisabeth Naß.

Die Gründe für einen Anstieg der Entwicklungsauffälligkeiten seien ebenso vielfältiger wie komplexer Art, wobei auch die sich wandelnde Gesellschaft eine nicht unerhebliche Rolle spiele. Wenn sich Eltern an die Frühförderstelle wenden, wird bei einem Beratungsgespräch und einer psychologischen Eingangsdiagnostik festgestellt, ob Frühförderung notwendig ist. Dann wird gemeinsam mit den Eltern überlegt, in welcher Form das Kind am besten in seiner Entwicklung gefördert werden kann. Als Komplexleistung werden gleichzeitig heilpädagogische und medizinisch-therapeutische Maßnahmen erbracht. Diese finden einmal wöchentlich in den Räumen der Frühförderstelle oder im Lebensumfeld der Kinder statt.

"Wichtige Voraussetzung dafür ist, dass ein Arzt die Notwendigkeit einer Förderung feststellt und die einzuleitenden Maßnahmen in einem Förder- und Behandlungsplan niedergelegt werden", führt die Leiterin aus.

Die Frühförderstelle ist vernetzt mit Kindergärten, schulvorbereitenden Einrichtungen, Diagnose- und Förderklassen, Grundschule, anderen Frühförderstellen, Beratungsstellen und Jugendamt. "Im Zentrum unserer Arbeit steht die Unterstützung sowie individuelle Förderung der Kinder und ihrer Familien. Angestrebt wird eine Beseitigung oder Verringerung der festgestellten Abweichungen vom momentanen Entwicklungszustand oder der bessere Umgang mit den Einschränkungen", erläutert Elisabeth Naß.

Zum Herbstfest am Sonntag, 23. September, sind von 13 bis 17 Uhr Klein und Groß herzlich in die Frühförderstelle in die Nikolaussiedlung 20/22 eingeladen. Die Kinder dürfen sich auf lustige Spielstationen freuen.

Ein Höhepunkt ist sicherlich um 15.30 Uhr die Zaubershow mit dem Zauberclown "Fabellini". Es besteht die Möglichkeit zur Information und zum Austausch hs

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