Neida

Anhänger mit 60 Jahren altgedient

Neida hat einen neuen Tragkraftspritzenanhänger. Diesen in Würzburg abzuholen, war ganz schön aufwendig. Nun wurde groß gefeiert, dass dieser wichtige Ausrüstungsgegenstand seit einigen Monaten eingesetzt werden kann.
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Zur Übergabe des Tragkraftspritzenanhängers war die Mannschaft der Feuerwehr Neida angetreten; rechts im Bild von außen: Stefan Schneyer, Pfarrer Karl-Heinz Hillermeier, Bürgermeister Bernd Höfer, Kreisbrandmeister Manfred Brückner; kniend die Kommandanten Dietmar Ehrlicher und Dittmar Resch.  Foto: Karin Günther
Zur Übergabe des Tragkraftspritzenanhängers war die Mannschaft der Feuerwehr Neida angetreten; rechts im Bild von außen: Stefan Schneyer, Pfarrer Karl-Heinz Hillermeier, Bürgermeister Bernd Höfer, Kreisbrandmeister Manfred Brückner; kniend die Kommandanten Dietmar Ehrlicher und Dittmar Resch. Foto: Karin Günther

Die 233 Jahre alte Glocke, die sich auf dem Haus des stellvertretenden Kommandanten Dittmar Resch befindet, läutete zur Einweihung des Feuerwehranhängers. Aus Freude darüber, dass die Feuerwehr jetzt gut ausgerüstet ist.

Auf dem Brunnenplatz stellten die Feuerwehrangehörigen ihren neuen Anhänger für die im Jahr 2016 angeschaffte Tragkraftspritze vor. Vor dem mit Girlanden und Blumen geschmückten Fahrzeug hatten sich alle aufgestellt, Kommandant Dietmar Ehrlicher, Bürgermeister Bernd Höfer und Pfarrer Karl-Heinz Hillermeier begrüßten sie. Zu der Einweihungsfeier war die gesamte Dorfbevölkerung eingeladen. Darüber hinaus waren von allen Wehren der Gemeinde Meeder Feuerwehrleute angetreten.

Die 2006 gekaufte Tragkraftspritze war auf den vorhandenen Anhänger montiert worden. Der alte Anhänger aus dem Jahr 1958 mit neuer Spritze war bei mehreren Großbränden und zahlreichen technischen Hilfeleistungen im Einsatz. Nun hatte er ausgedient und wurde durch den neuen ersetzt. Von der Einreichung der Zuwendungsanträge bis zur Bestellung und Lieferung vergingen einige Monate. Im Mai holte die Feuerwehr den Anhänger in Würzburg ab. Das Besondere dabei war, dass die gesamte technische Gerätschaft zur Abnahme mitgenommen werden musste. Zur Finanzierung der 15 000 Euro wurde wie bei allen Feuerwehrgerätschaften im Gemeindegebiet Meeder die Drittellösung herangezogen, das heißt je ein Drittel der Kosten übernehmen der Feuerwehrverein Neida, die Gemeinde Meeder und der bayerische Staat. Der neue Anhänger kam schon beim Hochwasser im Mai zum Einsatz, und die erste Übung damit fand in Wiesenfeld statt. Kommandant Ehrlicher wünschte sich, dass der neue Anhänger genauso lange in Betrieb bleiben möge wie der bisherige Anhänger, also rund 60 Jahre.

Bürgermeister Bernd Höfer bedankte sich für die finanzielle Unterstützung des Feuerwehrvereins und für die Abholung des Anhängers durch einige Feuerwehrleute. Die Gemeinde unterstütze die Wehren bei der Anschaffung des Notwendigen. Der von Kreisbrandmeister Manfred Brückner aufgestellte Feuerwehrbedarfsplan beträgt bis zum Jahre 2021 für alle Wehren im Gemeindegebiet rund 600 000 Euro.

Ohne Unterstützung der Feuerwehrvereine könnten nicht alle Anschaffungen durchgeführt werden, und deswegen bedankte sich der Bürgermeister bei dem Team aus Neida. Als Geschenk hatte er einen Feuerlöscher dabei.

Grüße vom Kreisbrandrat Manfred Lorenz und Kreisbrandinspektor Stefan Püls, die sich auf der Landesverbandsversammlung befanden, überbrachte Kreisbrandmeister Manfred Brückner. Er wünschte der Wehr viele Übungen und wenige Einsätze sowie viel Freude und Spaß. Als Geschenk hatte er einen Kfz-Erste-Hilfe-Kasten mitgebracht.

Mit einem Gutschein über 500 Euro hat die Sparkasse Coburg-Lichtenfels den Verein gefördert. Stefan Schneyer gab zu verstehen, dass das Engagement der Sparkasse unter dem Motto "Gut für die Region" laufe und sie Feuerwehren gerne finanziell unterstütze. Die Zuwendung nannte er gut investiertes Geld für den ehrenamtlichen Einsatz in der Region Coburg.

Pfarrer Karl-Heinz Hillermeier begrüßte die ganze Festgesellschaft und stellte mit einem Gebet die Feuerwehrfrauen und -männer unter den Segen Gottes. "Zur Sicherheit des Dorfes werden ehrenamtlich tätige Leute gebraucht", sagte Hillermeier. Die Arbeit der Feuerwehr sei hoch zu schätzen.

Nach der offiziellen Übergabe bedankte sich Kommandant Dietmar Ehrlicher bei seinem Stellvertreter Dittmar Resch und bei allen Helfern des Festes sowie bei den Mitgliedern der Ortsvereine. Dann lud er zu einer fröhlichen Feier bei herrlichem Wetter zu Bratwurst, Kuchen und Getränken ein.

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