Effeltrich

Anbau im Knick möglich

Die Erweiterung des Kindergartens in Effeltrich nimmt Formen an.
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Der rechte Winkel des bestehenden Gebäudes soll zur Erweiterung des Kindergartens genutzt werden. Foto: Dagmar Niemann
Der rechte Winkel des bestehenden Gebäudes soll zur Erweiterung des Kindergartens genutzt werden. Foto: Dagmar Niemann

Der Kindergarten Effeltrich wird einen Erweiterungsbau und einen Speiseraum erhalten. Außerdem sind die Haushaltssatzung der Gemeinde für 2019 sowie der Finanzplan für die Jahre 2018 bis 2022 beschlossen worden.

Die Kindertagesstätte ist 2012 neu gebaut worden. Heuer werden dort 96 Kinder von 14 geschulten Kräften und einer Praktikantin betreut. Es gibt drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen. Aus Platzgründen ist den zwölf Kindern der dritten Kindergartengruppe vorübergehend die Turnhalle der Einrichtung als Gruppenraum zugeteilt worden. Dafür musste eine Sondererlaubnis der Fachaufsicht des Landratsamtes Forchheim eingeholt werden, die am 1. September 2020 ausläuft.

Dann wieder eine Turnhalle

Bis dahin muss das Kita-Gebäude so erweitert werden, dass die drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen dort vorschriftsgemäß untergebracht sind und die Turnhalle wieder als Mehrzweckraum zur Verfügung steht.

In der Sitzung des Gemeinderates erläuterte Dieter Nitsche vom Architekturbüro "Format 4" (Bamberg) seinen Plan für die Erweiterung des Gebäudes: Links vom Haupteingang könnte die begrünte Fläche zwischen Parkplatz und Kita so einbezogen werden, dass der dortige rechte Winkel zum Anbau eines rechteckigen Gebäudeteiles genutzt wird.

Damit hätte man ausreichend Platz für einen zweiten Krippen-Gruppenraum nebst Ruheraum und Toiletten. Beides könnte dem bestehenden Krippenraum problemlos angegliedert werden.

Kostenberechnung

Nach einer groben Kostenberechnung würden dafür 478 000 Euro anfallen. Davon hätte die Gemeinde 167 000 Euro selbst zu tragen, da das Projekt ansonsten, dank der Förderung (kommunaler Finanzausgleich FAG) und der staatlichen Kinderbetreuungsfinanzierung, mit Zuschüssen von 311 000 Euro rechnen könnte.

Die Bürgermeisterin Kathrin Heimann (DEL) kam auf einen Vorschlag des Kindergartenteams zur Essensausgabe zu sprechen. Zurzeit werden mittags täglich zwischen 50 und 60 Kinder versorgt. Die Zahl ist seit 2017 deutlich gestiegen. Bisher findet die Essensausgabe in den Gruppenräumen statt. Das ist umständlich und macht großen Reinigungsaufwand erforderlich. Deshalb erscheint es sinnvoll, beim Umbau auch gleich einen Speiseraum zu schaffen.

Dieter Nitsche zufolge könnte der schon vorhandene Innenhof entsprechend umgebaut werden. Er sagte zu, in der nächsten Gemeinderatssitzung eine genaue Kostenberechnung für die Erweiterungs- und Umbauarbeiten vorzulegen, damit diese noch im August eingereicht werden können. Der Gemeinderat nahm die Planung sowie die Idee eines Speiseraumes zustimmend zur Kenntnis.

Die Kindergartenleiterinnen Elisabeth Anderl und Angelique Wuttke erläuterten den Gemeinderäten, welche Änderungen sie für die Kindertagesstättensatzung vorgesehen haben. Dabei handelt es sich unter anderem um folgende Punkte: Falls nicht genug Kita-Plätze zur Verfügung stehen, dürfen Kinder, die im folgenden Jahr schulpflichtig werden oder die vom Schulbesuch zurückgestellt sind, nicht abgewiesen werden. Pro Jahr sind 30 "Schließtage" und fünf Tage Fortbildung für die Mitarbeiter gesetzlich vorgeschrieben. Am Freitag ist die Kita nur von 7 bis 16 Uhr geöffnet. Erhält das Kind zu Hause Medikamente, muss das in der Kita gemeldet werden. Für Verlust oder Beschädigung von Garderobe, Brillen und Spielsachen wird keine Haftung übernommen. Die neue Satzung wurde einstimmig beschlossen; sie tritt am 1. September in Kraft.

Neue Gebühren festgelegt

Des Weiteren wurde eine Änderung der Gebührenordnung zum 1. September beschlossen. Um den Kostenaufwand der Gemeinde für die Kita ein wenig abzumildern, wurde eine moderate Erhöhung der Gebühren um drei bis vier Euro beschlossen. Die Höhe der Gebühren ist gestaffelt je nach Nutzungsdauer pro Tag (105 bis 148 Euro je Monat). Der Staat leistet neuerdings einen monatlichen Zuschuss von 100 Euro zum Elternbeitrag für Kinder in Kita-Einrichtungen ab dem vierten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Das soll zur Entlastung der Familien beitragen. Die Krippengebühren der Kita bleiben wie sie sind.

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