Burggrub

Am Samstag wird gefeiert

Die SPD Burggrub lädt anlässlich des 100-jährigen Bestehens zum Festakt.
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Der SPD Ortsverein Burggrub ist stolz auf seine Vereinsfahne (von links: Claudia Wicklein, Klaus Wicklein (beide Festausschuss), Reiner Ebert (Erster Vorsitzender), Timo Fleischmann (Zweiter Vorsitzender), Tanja Fleischmann (Festausschuss), Hans Parnickel (Schriftführer und Kassier).  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Der SPD Ortsverein Burggrub ist stolz auf seine Vereinsfahne (von links: Claudia Wicklein, Klaus Wicklein (beide Festausschuss), Reiner Ebert (Erster Vorsitzender), Timo Fleischmann (Zweiter Vorsitzender), Tanja Fleischmann (Festausschuss), Hans Parnickel (Schriftführer und Kassier). Foto: Karl-Heinz Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Der SPD Ortsverein Burggrub feiert am Samstag, 18. Mai, sein 100. Jubiläum. Aus diesem Anlass haben die Sozialdemokraten in Burggrub ein Jubiläumsfest vorbereitet und erwarten im Gasthaus Höring viele Gäste aus dem Kreis Kronach, dem Unterbezirk und Bezirk. Vor allem freue man sich über die Zusage von Bayerns Landesvorsitzender, Natascha Kohnen, die man als Festrednerin gewinnen konnte.

Mitgliederehrung

Der Festakt findet im Gasthaus Höring ein. Die "Haache Stöckraache" werden den Festakt musikalisch umrahmen. Die Verantwortlichen des SPD-Ortsvereins sind auch stolz darauf, einige langjährige Mitglieder für ihre 65-, 60- und 50-jährige Treue ehren zu können.

Natürlich können die Genossen auf eine bewegte und ereignisreiche 100-jährige Parteigeschichte zurückblicken. Dabei konnten im vergangenen Jahrhundert auch kommunalpolitische Erfolge erzielt werden.

Der SPD-Ortsverband Burggrub wurde am 19. Februar 1919 gegründet. Unter dem Slogan "Einigkeit macht stark" wollte man nach dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) heraus aus der Not und Armut. Außerdem wollte man gleichberechtigte Bürger sein und für deren Interessen kämpfen, so war es im Gründungsprotokoll festgehalten.

Es war eine Zeit des Umbruchs. So rief der Sozialdemokrat Kurt Eisner im November 1918 die Republik in Bayern aus. Im Januar 1919 durften zum ersten Mal Frauen vom Wahlrecht Gebrauch machen. Es folgte ebenso im Januar 1919 die Abschaffung der geistlichen Schulaufsicht in Bayern.

Orientierung nach Thüringen

Burggrub orientierte sich damals aus mehreren Gründen mehr nach Thüringen. Es gab eine Eisenbahnverbindung von Stockheim nach Sonneberg über Burggrub und in den thüringischen Nachbarorten Neuhaus, Köppelsdorf, Sonneberg boomte die Industrie und Wirtschaft, außerdem verhalf auch der evangelisch-lutherische Glaube zu einer Verbindung.

Burggruber SPDler nahmen an Maifeiern in Neuhaus teil und wurden, als sie mit dem roten Band am Revers nach Hause kamen als "rote Schweine" beschimpft. Dennoch stieg die Mitgliederzahl.

Mit der Machtergreifung der Nazis begann auch die Leidenszeit der Genossen, Bürgermeister Häfner wurde verhaftet. Alle SPD-Unterlagen, auch die Fahne, wurden auf dem Dorfplatz verbrannt. Das Kriegsende 1945 brachte auch die Teilung Deutschlands mit sich und Burggrub und Neuhaus wurden durch die Demarkationslinie getrennt.

Wiedervereinigung

Das Jahr 1989, die friedliche Revolution in der DDR und die Wiedervereinigung Deutschlands waren in Burggrub einschneidende Ereignisse. Nach 30 Jahren ist längst Normalität zwischen den Landesgrenzen Thüringens und Bayerns eingekehrt.

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