Kulmbach
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Am Ende einer interreligiösen Woche ließen sich MGF-Schüler Sabbatbrote schmecken

Unter dem Motto "Ein Tag wie kein anderer - der Ruhetag in der Woche" hat die Ganztagsklasse 6 a am MGF-Gymnasium ein interreligiöses Schulprojekt durchgeführt. Sponsoren waren die Hanns-Seidel-Stiftu...
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Arie Rosen erzählte aus seiner Familiengeschichte. Foto: Werner Reißaus
Arie Rosen erzählte aus seiner Familiengeschichte. Foto: Werner Reißaus

Unter dem Motto "Ein Tag wie kein anderer - der Ruhetag in der Woche" hat die Ganztagsklasse 6 a am MGF-Gymnasium ein interreligiöses Schulprojekt durchgeführt. Sponsoren waren die Hanns-Seidel-Stiftung, der Landkreis Kulmbach sowie das bayerische Kultusministerium.

Den Abschluss bildete der Vortrag "Schabbat - Sonntag - Ruhetag" von Arie Rosen, der das Seminar mit seiner Mutter Leo Fleischmann, organisiert hatte. Beide stammen aus Deutschland, leben und arbeiten aber seit Jahrzehnten in Jerusalem. Die Seminarleitung lag in den Händen von Professor Rudolf-Christian Henning von der Uni Erlangen-Nürnberg.

Schulleiter Horst Pfadenhauer betonte, dass das MGF mit der Projektwoche zur Völkerverständigung, zur Förderung des interreligiösen Dialogs sowie zu mehr religiöser Toleranz beitragen wollte.

Eine Schülergruppe führte Interviews zur Gestaltung des Sonntag durch, wertete sie aus und stellte sie auf Plakaten vor. Eine andere bauten Modelle einer Synagoge und einer Kirche.

Jüdische Lieder gesungen

Die dritte Gruppe beschäftigte sich mit der malerischen Gestaltung des Sabbattisches, die vierte Gruppe produzierte Sabbatbrote und brachte Kuchen mit. Daneben übten alle Schüler jüdische Lieder ein.

Am Abschlusstag erfreuten sie damit nicht nur Arie Rosen, sondern auch Landrat Klaus Peter Söllner (FW) und Bürgermeister Ralf Hartnack (WGK).

Eine weitere Gruppe aus dem P-Seminar Radio dokumentierte den Fortgang der Arbeit mit Fotos. Neben Studienrätin i. R. Lea Fleischmann standen den Kindern die Religionslehrkräfte Helga Lormes, Stephan Walther und Peter Prokisch sowie Rudolf-Christian Henning zur Seite. Auch die Ethikschüler beteiligten sich mit ihrer Lehrerin Angelika Sachs an dem Projekt.

Die Abschlussveranstaltung wurde von der sechsten Klasse des musischen Zweiges am MGF umrahmt.

"Wir müssen wachsam sein"

Landrat Söllner war es wichtig, bei der Präsentation des interreligiösen Schulprojekts dabei zu sein: "Ich will mit meiner Anwesenheit auch ein Zeichen setzen. Ich halte es für wichtig, dass ihr in jungem Alter einen Zugang zu diesem Thema findet." Söllner verwies darauf, dass das Projekt schon vor den Ereignissen in Halle vom Kultusministerium gefördert worden sei. "Wir müssen wachsam sein und aufstehen gegen Antisemitismus", sagte der Landrat. Frieden und Freiheit seien keine Selbstverständlichkeit.

"Auch für die Stadt Kulmbach ist es wichtig, dass an der Schule ein derartiges interreligiöses Projekt durchgeführt wurde ", pflichtete Ralf Hartnack bei. Religion dürfe in keiner Weise dazu missbraucht werden, gegen Andersgläubige vorzugehen oder gar Kriege zu führen."

Dann durften die Kinder die Sabbatbrote und Sonntagskuchen kosten. Rei.

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