Herzogenaurach

Altes Haus soll saniert werden

In der Hinteren Gasse wird ein Leerstand mit Leben erfüllt. Der Denkmalschutz muss aber gehört werden. Das Auffüllen einer landwirtschaftlichen Fläche in der Flur bei Neuses könnte die Krötenwanderung beeinträchtigen.
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Die geplante Sanierung mit Umbau dieses Hauses in er Hinteren Gasse war ein Punkt der Beratung im Bauausschuss. Foto: Bernhard Panzer
Die geplante Sanierung mit Umbau dieses Hauses in er Hinteren Gasse war ein Punkt der Beratung im Bauausschuss. Foto: Bernhard Panzer
Bernhard Panzer

In 18 Minuten war die Tagesordnung des Bauausschusses am Mittwochabend abgehandelt.
Mit einem Fragezeichen wurde der Wunsch von Konrad Fink versehen, eine landwirtschaftliche Fläche in der Gemarkung Niederndorf aufzufüllen. Denn die beiden Flurstücke zwischen Niederndorf und Neuses liegen laut Stadt "in einem überregional bedeutsamen Wanderkorridor für Amphibien." Diese Erkenntnis bezog man aus aktuellen Kartierungen einer faunistischen Untersuchung. Unter anderem kommen dort Teichfrösche, Grünfrösche, Laubfrösche und Erdkröten vor. Daher müsse die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt vorab prüfen, ob die ökologische Funktion der Fortpflanzungs- und Ruhestätten beeinträchtigt wird und gegebenenfalls Ausgleichsflächen erforderlich würden.


Nachbesserungen

In der restlichen Sitzung gab es keine Einwände, zwei Anträge wurden jetzt problemlos durchgewunken, nachdem sie schon einmal zum Nachbessern geschickt worden waren. So dürfen Hildegund und Klaus Reichelsdorfer einen Anbau an ein Zweifamilienhaus im Sudetenring in NIederndorf errichten. Die bei der Behandlung der vorausgehenden Bauvoranfrage geäußerten Bedenken seien ausgeräumt, es habe entsprechende Korrekturen beim Dach gegeben, sagte Bürgermeister German Hacker (SPD). Deshalb "sollten wir unseren Frieden damit machen."
Auch dürfen Frank und Sabine Hagen ein Einfamilienhaus in der Haundorfer Straße in Haundorf errichten. Das liegt am Ortsausgang in Richtung Beutelsdorf und sei nun so gestaltet worden, dass der Ortsrand erhalten bleibt. Das sei auch zwingend erforderlich, sagte Hacker. Es sollten keine Gebäude weiter rausgeschoben werden, "der Ortsrand muss Ortsrand bleiben."
Mehrere Befreiungen wurden zum Antrag von Markus Berner gewährt, der in der Liegnitzer Straße ein Wohnhaus mit Doppelgarage bauen will. Der Kniestock darf abweichen, ebenso der Standort der Garage und das Dach darf in anthrazit gedeckt werden. Zudem ist anstelle eines Satteldachs das gewünschte Flachdach okay. "Das Gebiet wandelt sich," sagte der Bürgermeister. Und solche Befreiungen gebe es dort öfters.
Unter den weiteren Anträgen befand sich auch ein Gesuch von Margit und Stefan Schmidt in der Innenstadt. Dort soll das Wohnhaus in der Hinteren Gasse 28 umgebaut und saniert werden. Auf den Anbau sollen Dachgauben drauf. Das Vorhaben bezeichnete Hacker als sehr positiv. Es müsse wegen der Gauben-Gestaltung aber mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Die erforderlichen Stellplätze seien "vollumfänglich auf dem Grundstück nachzuweisen", heißt es in den Auflagen.
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