Als Mitte der 40-iger Jahre der Treibstoff knapp geworden war, gewann vorübergehend die Technik der Holzvergasung an Bedeutung, um den Betrieb der vorhandenen Kraftfahrzeuge zu ermöglichen.
Um den Vergasungsprozess in den Generatoröfen, die als hohe Aufbauten an den Kraftfahrzeugen montiert waren, schnell in Gang zu bringen, benötigte man Holzkohle.
Aus diesem Grunde hatte das damalige Neuwirtshauser Forstamt den festgemauerten Kohlenmeilerofen an der Willkommstraße errichten lassen. Auch Messerschmiede, Schlosser- und das Schmiedehandwerk nahmen die Holzkohle gerne ab, - ebenso fand sie in den Holzkohlebügeleisen der Haushalte reichlich Verwendung. Mit dem wieder verfügbaren Benzin Ende der vierziger Jahre wurde der Meilerbetrieb unwirtschaftlich und daher stillgelegt.
Bereits 1981 wurde der Kohlenmeiler schon einmal auf Initiative des damaligen Forstamts Hammelburg restauriert. Wegen des nun drohenden Verfalls wurde der Kohlenmeiler im Herbst 2016 von einer zwölfköpfigen Altherrenwandergruppe aus Schwärzelbach, unter anderem mit den ehemaligen Betriebsangehörigen der Bayerischen Staatsforsten, Albert Müller, Joachim Leitschuh und Theodor Busch, in mittlerweile über 400 ehrenamtlichen Stunden, wieder neu aufgebaut und im Mai 2017, nach über 65 Jahren "Dornröschenschlaf" in Betrieb genommen. Der Forstbetrieb Hammelburg mit dessen Leiter Adolf Herr und seinem vor Kurzem pensionierten Vertreter Gunter Hahner unterstützte das Projekt und freut sich über das große Engagement der Altherrenwandergruppe ohne deren ehrenamtlichen Engagement diese Maßnahme nicht zu realisieren gewesen wäre, heißt es in der Mittelung des Forstbetriebs weiter. red