Altenkunstadt
Finanzen

Altenkunstadt beschließt die Haushaltspläne gleich im Doppelpack

Die Haushaltsberatungen standen im Mittelpunkt der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates von Altenkunstadt. Dabei konnten sogar, ein Novum in der Geschichte dieses Gremiums, gleich für zwei H...
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Die Haushaltsberatungen standen im Mittelpunkt der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates von Altenkunstadt. Dabei konnten sogar, ein Novum in der Geschichte dieses Gremiums, gleich für zwei Haushaltsjahre die Beschlüsse gefasst werden.

Bürgermeister Robert Hümmer sprach von einer Besonderheit, denn der erste Haushalt wurde zwar recht spät vorgelegt, im Gegensatz dazu konnte jedoch der Haushalt für das neue Jahr noch nie so frühzeitig wie diesmal eingebracht werden. Hümmer verwies besonders darauf, dass in einem erheblichen Maße in die Zukunft der Gemeinde und die Daseinsvorsorge investiert werde wie die Schulen, Kindertagesstätten, Baulanderschließung, die Feuerwehren mit ihren Gerätehäusern und Fahrzeugen, den Ausbau des Breitbandnetzes und die Verbesserungen der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung. Dabei seien die Zeiten für Investitionen derzeit günstig, und die Gemeinde werde Fördermöglichkeiten nutzen.

Gemeinderat Walter Limmer (JWU) sprach die Formulierung der Tagesordnung an und hätte sich den Haushalt mit allen Anlagen gewünscht, jedoch erwiderte Bürgermeister Hümmer darauf, dass in mehreren Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses diese Haushalte, teilweise schon im März, beraten wurden und alle Zahlen dem entnommen werden können.

Gemeindekämmerin Astrid Redinger legte die wichtigsten Eckdaten beider Haushalte vor. Der Gesamthaushalt 2018 beläuft sich auf 17,8 Millionen Euro (2019: 19,6 Millionen Euro), wobei der Verwaltungshaushalt 2018 rund 11,5 (2019: 11,6) Millionen Euro beträgt beträgt und sich der Vermögenshaushalt auf 6,4 Millionen Euro beläuft (2019 sind es 7,99 Millionen Euro).

Als erster Redner nahm Gemeinderat Frank Novotny (SB) Stellung; er sah viele positive Maßnahmen, unter anderem die Innerortssanierung und Dorferneuerung in Baiersdorf, die es nun vielleicht mit einer Prioritätenliste umzusetzen gilt. Zugleich bat er auch zu bedenken, dass im Haushaltsjahr 2019 die Gemeinde Altenkunstadt an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit gelangen kann, was für alle Verantwortlichen eine Herausforderung darstelle. Auch bei der Belebung der Marktplatzes und beim Verkauf von Gewerbeflächen, so dass es Neuansiedlung geben kann, sah Novotny Handlungsbedarf.

Gemeinderätin Melita Braun (CSU) verwies auf die sparsamen Haushaltsführung der vergangen Jahre, so dass jetzt auch die Möglichkeit für Investitionen bestehe - insbesondere für die Verbesserung der Infrastruktur, damit weiterhin viele in Altenkunstadt gut versorgt und günstig wohnen können.

Gemeinderat Ludwig Winkler (FBO) sprach die im Stellenplan abzulesenden Veränderungen in der Gemeindeverwaltung an, wobei auch die Voraussetzungen geschaffen werden müssen, dass es sich weiterhin gut arbeiten lässt. Winkler bat in Anbetracht der hohen Investitionskosten auch die Möglichkeiten der Fördermittel zu nutzen und wünschte sich abschließend, dass alle vielleicht wieder zu einer guten Zusammenarbeit und zu den in der "Zukunftswerkstatt" zusammengetragen Ansätzen zurück finden.

Alle Projekte müssen weitsichtig, transparent und vergleichbar besprochen werden, regte Gemeinderat Michael Limmer (JWU) an. Die kommunale Zusammenarbeit könnte weiter belebt werden, und bei neuen Vorhaben sollte es Zielsetzungen geben, die Altenkunstadt nach vorne bringen. Alle Redner hatten der Verwaltung und insbesondere der Kämmerin Astrid Redinger für ihre Arbeit gedankt; die Haushalte 2018 und 2019 wurden, bei zwei Gegenstimmen, als Satzung beschlossen; bei der Verabschiedung der Finanzplanung und des Investitionsprogramms gab es vier Gegenstimmen.

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