Oberhaid
Gemeinderat

Alte Schule Staffelbach soll gründlich aufgemöbelt werden

"Außer Haus", nämlich im Sportheim des TSV Staffelbach, traf sich diesmal der Gemeinderat Oberhaid zu seiner Sitzung. Grund war, dass sich die Tagesordnung schwerpunktmäßig um Staffelbacher Belange dr...
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"Außer Haus", nämlich im Sportheim des TSV Staffelbach, traf sich diesmal der Gemeinderat Oberhaid zu seiner Sitzung. Grund war, dass sich die Tagesordnung schwerpunktmäßig um Staffelbacher Belange drehte.

Zunächst ging es um die Zukunft des Mietshauses Alte Schule Staffelbach, das schon ein Jahrhundert auf dem Buckel hat und nun entsprechend abgewirtschaftet ist. Seit 50 Jahren wird dieses Haus von der Gemeinde als Mietshaus genutzt. Über die Wohnungsbauförderung soll das Haus nun grundlegend saniert werden, um dann wieder neuen Mietern zur Verfügung gestellt werden können. 600 000 bis 800 000 Euro soll die Maßnahme kosten, wovon 30 Prozent die Wohnungsbaugesellschaft, 60 Prozent durch ein fördergünstiges Darlehen und einen zehnprozentigen Anteil der Gemeinde bestritten werden.

Diskussion um Bahnübergang

Heiß diskutiert wurde die Zukunft des Bahnübergangs in Staffelbach, der technisch auf den neuesten Stand gebracht werden soll und so auch ein möglicher Unfallschwerpunkt behoben werden soll. Der Projektleiter der Deutschen Bahn, Anton Miller, stellte dem Gemeinderat verschiedene Alternativen vor. Die Maßnahme wird auch erforderlich durch den Bau eines neuen elektronischen Stellwerks, wodurch der Übergang in seiner jetzigen Form aufgelöst werden kann. Verworfen wurden die Alternativen einer Umfahrung in Richtung Unterhaid, die einen Umweg bis zu 800 Metern zur Folge hätten und die Idee einer Fußgängerunterführung, die auch wegen der dortigen Hochwassergefährdung als technisch zu anspruchsvoll und damit auch zu teuer keine Zustimmung fand. So wird der Bahnübergang, und damit war der Rat voll einverstanden, mit der Anpassung durch eine Halbschrankenanlage auf den neuesten technischen Stand gebracht. Das Plangenehmigungsverfahren soll 2020 abgeschlossen, mit dem Umsetzung sei von 2023 bis 2025 zu rechnen.

Grundsätzlich erfreulich fand der Gemeinderat auch, dass für den Anschluss der Grund- und Mittelschule Oberhaid an das Glasfasernetz 58 500 Euro bereit gestellt wurden. Für die Gemeinde verbleibt hier ein Eigenanteil von 8500 Euro - mehr als ein Wermutstropfen, befand Bürgermeister Carsten Joneitis (SPD), sei die Digitalisierung im Schulbereich wohl primär Aufgabe des Landes und nicht der Gemeinden. Grund zum Feiern gibt es für Oberhaid dennoch: Am 19. Mai wird die Kläranlage 30 Jahre alt und dies wird mit einem Fest gewürdigt.

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