Schirradorf
schirradorf.inFranken.de  Vertriebene aus Südmähren treffen sich seit 20 Jahren in Schirradorf.

Alte Heimat ist unvergessen

Die weite, hügelige Landschaft und das milde Klima, das Wein- und Gemüseanbau - Stichwort: Znaimer Gurken - ermöglichte, und die malerischen Städte - die alte Heimat Südmähren ist unvergessen. Auch üb...
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Seit 20 Jahren treffen sich die Südmährer aus dem Kreis Znaim im Gasthaus Bergmann in Schirrradorf. Im Bild Gretel Huber (vorne, Mitte), die die Treffen organisiert, der Nispitzer Ortsbetreuer Erwin Schneider (Zweiter von rechts) und der Wonseeser Bürgermeister Andreas Pöhner (Dritter von rechts). Foto: privat
Seit 20 Jahren treffen sich die Südmährer aus dem Kreis Znaim im Gasthaus Bergmann in Schirrradorf. Im Bild Gretel Huber (vorne, Mitte), die die Treffen organisiert, der Nispitzer Ortsbetreuer Erwin Schneider (Zweiter von rechts) und der Wonseeser Bürgermeister Andreas Pöhner (Dritter von rechts). Foto: privat

Die weite, hügelige Landschaft und das milde Klima, das Wein- und Gemüseanbau - Stichwort: Znaimer Gurken - ermöglichte, und die malerischen Städte - die alte Heimat Südmähren ist unvergessen. Auch über 70 Jahre nach der Vertreibung halten die Südmährer, die im Raum Kulmbach eine neue Heimat gefunden haben, die Erinnerung wach. Neben Besuchen in der alten Heimat trifft man sich seit 20 Jahren regelmäßig im Wonseeser Ortsteil Schirradorf.

Nach der Vertreibung 1946 kamen die Südmährer in Viehwaggons in Bayreuth an und wurden dann auf die Landkreise Kulmbach und Lichtenfels verteilt. Nachdem die ersten Schwierigkeiten überwunden waren, hatten die Vertriebenen Sehnsucht nach der alten Heimat. So traf man sich zunächst bei verschiedenen Familien, um den Kontakt untereinander nicht zu verlieren.

Gretel Huber organisiert Treffen

Dann wurden die Treffen erweitert und ausgedehnt. Gretel und Josef "Pepperl" Huber (†) aus Schirradorf organisierten seit 1998 die Zusammenkünfte im Gasthaus Bergmann in Schirradorf, die seitdem regelmäßig stattfinden. Vor allem treffen sich hier Südmährer aus den Dörfern Nispitz und Irritz im Kreis Znaim.

Jetzt wurde das Jubiläum im Beisein des Wonseeser Bürgermeisters Andreas Pöhner gefeiert. Er war angetan vom Zusammenhalt der Südmährer über so viele Jahre.

Der Nispitzer Ortsbetreuer Erwin Schneider, der die Nachfolge von Gregor Papst und Herbert Mahr angetreten hat, berichtete, dass anfangs 40 bis 50 Teilnehmer zu den Treffen kamen. "Jetzt sind es immer noch 25 bis 30 Personen", sagte er. Er freute sich, dass Gretel Huber ("mit ihren 95 Jahren in völliger geistiger Frische") nach wie vor die Treffen organisiert. tir



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