Herzogenaurach
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Alte Dorfkirche mit bewegter Geschichte

16 Mitglieder des Männerforums der evangelischen Kirchengemeinde Herzogenaurach besichtigten die alte Dorfkirche in Fürth-Poppenreuth. Dort hatte auch das Herzogenauracher Pfarrer-Ehepaar Schürrle von...
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Der Altar stammt aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Gotthard Eichstädt
Der Altar stammt aus dem 16. Jahrhundert. Foto: Gotthard Eichstädt

16 Mitglieder des Männerforums der evangelischen Kirchengemeinde Herzogenaurach besichtigten die alte Dorfkirche in Fürth-Poppenreuth. Dort hatte auch das Herzogenauracher Pfarrer-Ehepaar Schürrle von 1992 bis 1996 gewirkt.

Wie der ehemalige Poppenreuther Pfarrer Christian Schmidt-Scheer den Besuchern erzählte, war St. Peter und Paul das erste Gotteshaus im heutigen Knoblauchsland und wurde geistlicher Mittelpunkt im Gebiet zwischen Pegnitz, Regnitz und der Schwabach durch den Einsiedler und Priester Sebaldus am Anfang des elften Jahrhunderts. 1070 wurden die Gebeine des Sebaldus nach Nürnberg überführt. St. Sebald in Nürnberg ist die Tochterkirche von St. Peter und Paul.

Die Kirche wurde mehrmals erweitert, erhöht und ausgebaut, mit Emporen nach der Reformation. Besonderes Schmuckstück in der Kirche ist der Altar aus der Nürnberger Werkstatt Anfang des 16. Jahrhunderts. Die heutige Gestalt des Altars mit Kruzifix wurde Ende des 19. Jahrhunderts aus älteren Einzelteilen zusammengefügt. Diskussionen löste die moderne Plastik des heimischen Künstlers Heinz Heiber mit Schädeln in der Predella unter dem Flügelaltar aus. Sie soll den Ostergedanken "am dritten Tage auferstanden von den Toten" sichtbar machen. red

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