Grafengehaig
grafengehaig.inFranken.de  Die Firma Krumpholz feierte ihr 220-jähriges Bestehen.

Als Weltmarke etabliert

Das Familienunternehmen Krumpholz ist nach den Worten von Bürgermeister Werner Burger (FW) ein kleines Wirtschaftswunder vom Guttenberger Hammer. Nach einer eindrucksvollen Filmdokumentation über die ...
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Die Glückwünsche der Handwerkskammer Oberfranken überbrachte Präsident Thomas Zimmer. Von links Claus Krumpholz jun. mit Freundin Sarah Nöske, Claus und Elke Krumpholz, Thomas Zimmer und IHK-Vizepräsident Michael Möschel
Die Glückwünsche der Handwerkskammer Oberfranken überbrachte Präsident Thomas Zimmer. Von links Claus Krumpholz jun. mit Freundin Sarah Nöske, Claus und Elke Krumpholz, Thomas Zimmer und IHK-Vizepräsident Michael Möschel

Das Familienunternehmen Krumpholz ist nach den Worten von Bürgermeister Werner Burger (FW) ein kleines Wirtschaftswunder vom Guttenberger Hammer. Nach einer eindrucksvollen Filmdokumentation über die Firmenchronik würdigten zahlreiche Redner bei der 220-Jahr-Feier die großartige Geschichte der Schmiede von der Gründung 1799 bis zum heutigen Tag.

Landrat Klaus Peter Söllner bezeichnete das Unternehmen Krumpholz als eine Traditionsmarke in Deutschland. Annelie Faber von TV Oberfranken führte durch das Programm, das mit der Einweihung der neuen Produktionshalle endete.

Claus Krumpholz konnte Gäste aus ganz Deutschland sowie aus Österreich, der Schweiz, Tschechien, Polen, Slowenien und Dänemark begrüßen. Einen Gast, der um die halbe Welt angereist war, hieß der Firmenchef besonders willkommen: Mister Wang aus Seoul in Süd-Korea.

Mit sehr persönlichen Worten ging Werner Burger auf die Bedeutung des Unternehmens für die Marktgemeinde Grafengehaig ein. "Ich bin froh darüber, dass die Firma Krumpholz hier ihre Werkzeugfabrikation aufgebaut und sich immer wieder zu dem Standort bekannt hat. Es wäre ein Leichtes gewesen, irgendwo anders hinzugehen, raus aus der Enge und raus aus dem Tal, aber es wäre nicht gut gewesen für den Markt Grafengehaig und auch für den Familienbetrieb, denn der Standort ist authentisch", so der Bürgermeister. 220 Jahre Krumpholz Werkzeuge zeuge von Tradition, Qualität und Handarbeit. Der Markt sei sehr stolz auf das, was hier entstanden sei.

Burger sprach von einem Unternehmen, das mit den Großen dieses Landes in einem Atemzug genannt werde, das verdiene großen Respekt. Zum Neubau der Produktionshalle stellte der Bürgermeister noch fest: "Da haben wir vonseiten der Marktgemeinde den Weg sprichwörtlich frei gemacht." Claus Krumpholz sei ein absoluter Macher: "Er bleibt immer am Ball, gibt nicht so schnell auf." Und sein Sohn Claus jun. sei aus dem gleichen Holz geschnitzt.

"Ein großer Player"

"Wir haben viele Überlegungen angestellt, wie wir diese nicht ganz einfach Baumaßnahmen auf den Weg bringen können", sagte Landrat Klaus Peter Söllner. Den Erfolg des Unternehmens führte er auf das fachliche Zusammenwirken über Generationen hinweg, auf verantwortliches Handeln und unternehmerische Initiativen, auf Innovationsgeist, aber vor allem auf Qualitätsbewusstsein zurück. "Krumpholz ist zu einem großen Player nicht nur für unseren Landkreis Kulmbach geworden."

Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer Oberfranken, verwies darauf, dass Krumpholz zu einem der ältesten, familiengeführten Handwerksbetriebe in ganz Europa gehört. Ein klassisches Unternehmen, das mit Mut und entschiedenem Handeln, mit Innovation, Sachverstand und Vertrauen in die nächste Generation am Laufen gehalten werde. Heute sei es als Hightech-Schmiede weltweit als Produzent von qualitativ hochwertigen Werkzeugen für die Garten- und Forstarbeit bekannt.

Momentan arbeiteten drei Generationen Hand in Hand, was nach den Worten von Zimmer nicht selbstverständlich sei.

Weitere Grußworte sprachen MdB Silke Launert (CSU), die Landtagsabgeordneten Martin Schöffel (CSU) und Rainer Ludwig (FW), Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU), Regierungsvizepräsident Thomas Engel, Martina Mensing-Meckelburg vom Verband Deutscher Gartencenter, Andrej Kupetz vom Rat für Formgebung, Professor Auwi Stübbe vom Coburger Design-Forum und Henner Lang von der Deutschen Wasserstiftung.

Claus Krumpholz jun. stellte am Schluss fest, dass das Unternehmen den bisher eingeschlagenen Weg weiterverfolgen wird: "Wir wollen uns selber treu bleiben, das haben wir bisher gemacht und das werden wir auch in Zukunft machen. Es gibt immer Visionen von neuen Produkten und neuen Gebäuden, Visionen braucht man, um weiterzukommen."

Die kirchliche Weihe der neuen Halle nahm Pfarrerin Heidrun Hemme vor. Werner Reißaus

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