Sonnefeld

Allzeit bereit für kommende Einsätze

Feuerwehr und Sanitäter demonstrierten bei einer Hauptübung in Sonnefeld der Bevölkerung ihre Einsatzbereitschaft.
Artikel drucken Artikel einbetten

Von Jahr zu Jahr gibt es folgendes Phänomen: Die Zahl der Einwohner, die sich für Ausrüstung, Ausbildung und Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Helfer interessieren, steigt und steigt. Nun gab es wieder eine Hauptübung der Sonnefelder Feuerwehr und der BRK-Bereitschaft vor und im Feuerwehrdepot an der Berliner Straße. Dabei wurde nicht allzu viel Nass eingesetzt, stattdessen gab es gebündelte Informationen für die Zuschauer - auch zur eigenen Vorsorge.

Kommandant Dirk Bauer und sein Stellvertreter Markus Schrepfer erläuterten abwechselnd übers Megafon den Ablauf der mehr als einstündigen Schauübung, bei der es galt, eine eingeschlossene Person aus dem Obergeschoss des Depots zu retten. Die zu rettende Person spielte Bürgermeister Michael Keilich. Das total verrauchte Treppenhaus hatte den Fluchtweg des Gemeindeoberhauptes abgeschnitten ... so die vom Kommandanten ausgearbeitete und mit mehreren fachlichen Hürden gespickte Aufgabenstellung.

Schritt für Schritt

Mit Blaulicht und eingeschaltetem Martinshorn rückten der Rettungswagen der BRK-Bereitschaft und mehr als zehn Feuerwehrleute im Tanklöschfahrzeug an, rollten unter den Blicken interessierter Zuschauer Schläuche aus, stellten publikumswirksam Verbindungen zu Ober- und Unterflurhydranten her und brachten vor der Eingangstüre ein Hochleistungslüftergebläse zur Entrauchung des Gebäudes in Stellung. Unterdessen bereiteten sich vier Atemschutzgeräteträger auf ihren Schritt für Schritt beschriebenen Rettungseinsatz vor.

Silja Höhn hatte zu deren Sicherheit die Aufgabe der elektronischen Protokollierung des Einsatzgeschehens übernommen. Erschwert, ohne Sicht (Schrepfer: "Wir wissen ja nicht, was uns hinter der Tür erwartet") drangen sie mit Atemschutz und 15 Kilogramm schwerer Ausrüstung auf dem Rücken zum Eingeschlossenen vor, um ihn schließlich gemeinsam in die Obhut der mit einer rollfähigen Trage wartenden Sanitäter Dominik Schneider und Franziska Jarausch zu übergeben. In der Nähe des vermuteten Brandherdes wurde außerdem eine hochexplosive Gasflasche gefunden, die es mit feinem Wasserstrahl abzukühlen galt.

Ausgesprochen viele Kinder interessierten sich für das demonstrierte Aufgabenspektrum. Besonders begeistert waren sie, wenn sie mitunter auch selbst mit Hand anlegen durften. "Vielleicht im Vorfeld einer Mitgliedschaft in unserer Jugendgruppe", vermutete Kommandant Dirk Bauer hoffnungsvoll.

Zu den fachkundig interessierten Zuschauern zählten Vertreter der Landkreisfeuerwehrführung. Kreisbrandinspektor Stefan Zapf und Kreisbrandrat Manfred Lorenz lobten Demonstration und fachliche Ausbildung der Aktiven. Ehrenkreisbrandrat Sandor Aladi, stellvertretender Landrat Rainer Mattern, Sonnefelds Altbürgermeister Rainer Marr sowie die Bürgermeister Friedrich Übelhack und Michael Keilich waren ebenfalls sehr interessierte Zuschauer dieser Vorstellung, die zum Schluss des Kirchweihwochenendes stattfand.

Keilich lobte den Stellenwert der Feuerwehr im Gefüge des intakten Gemeindelebens sowie "die klassische, extra langsame Schauübung", die ein fester Bestandteil der Kirchweih sei. Rainer Mattern war auch schwer beeindruckt und fand es gut, dass auch Tipps zur eigenen Brandvorsorge gegeben und gezeigt wurden.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren