Ebern

Alles im Lot auf Eberns Großbaustellen

Bislang haben Wind und Wetter den Baufortschritt am Friedrich-Rückert-Gymnasium und am Kindergarten in Ebern nicht beeinträchtigt. Die Arbeit an beiden Projekten kommt plangemäß voran.
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Der Gymnasiumneubau aus der Vogelperspektive: Die Decke auf dem Erdgeschoss ist fast fertig und an der Ostseite ragen bereits die ersten Wände des ersten Obergeschosses empor.
Der Gymnasiumneubau aus der Vogelperspektive: Die Decke auf dem Erdgeschoss ist fast fertig und an der Ostseite ragen bereits die ersten Wände des ersten Obergeschosses empor.
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Eckehard Kiesewetter Ebern — Gute Fortschritte machen die beiden Großbauprojekte in Eberns Osten. Der Neubau am Friedrich-Rückert-Gymnasium sorgt für zufriedene Mienen im Landratsamt und in den Schulbüros und auch aus dem Rathaus kommen Erfolgsmeldungen. Noch hat der Winter keinen der Zeitpläne durcheinandergewirbelt.

"Auf der Baustelle läuft alles planmäßig", vermeldet Landratsamts-Pressesprecherin Moni Göhr zum Gymnasiums-Projekt des Landkreises: "Die Arbeiten liegen im Bauzeitenplan." Aktuell laufen die Rohbauarbeiten im ersten Obergeschoss. Und eine bereits zur Hälfte gegossene Decke über dem Erdgeschoss soll in dieser Woche fertiggestellt werden. Sehr zufrieden äußert sich auch Schulleiter Martin Pöhner, und erleichtert darüber, dass alle vorher in langen Sitzungen erörterten Eventualitäten nicht eingetroffen sind. "Es geht sehr gut voran, sogar schneller als der Zeitplan vorsieht und die Firmen arbeiten sehr gut", sagt der Oberstudiendirektor: "Alles bestens!"

Nennenswerte Probleme seien in Zusammenhang mit dem Schulbetrieb bislang nicht aufgetaucht; selbst die Belästigung durch Baustellenlärm sei geringer als erwartet. Pöhner weiß wovon er redet, denn sein Büro an der Süd-West-Seite der Schule ist am dichtesten dran an der Baustelle. "Klar, beim Stoßlüften hört man was, aber wenn die Fenster geschlossen sind, ist kaum was zu merken."

Alles in allem, so sein Fazit, bleiben die Einschränkungen gering. "Ich bin sehr überrascht, positiv überrascht", sagt Pöhner, von Natur aus ein positiv denkender Mensch.

Enger ist's jetzt auf dem Pausenhof. Aber man habe zum Beispiel die Tischtennisplatten umgestellt, sodass die Schüler ihrem Bewegungsdrang weiterhin ungehindert nachgehen können. Für ihn steht fest, dass die Schulgemeinschaft pünktlich im Sommer 2021 ins neue Schulgebäude umziehen wird.

Kindergarten

"Unsere Kindertagesstätte wächst planmäßig", verkündet auch Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann mit Bezug auf die Großbaustelle an der Albrecht-Dürer-Straße (nördlich der Berufsschule). Die Kinder in den Übergangs-Kindergartengruppen in der alten Berufsschule beobachten das Treiben auf der Baustelle jeden Tag, weiß er: "Die Arbeiten gehen gut voran." Die gesamte Form des "Kinderdorfes" - der Komplex besteht aus einer Art Dorf mit etlichen kleinen Kinderhäuschen - sei bereits deutlich zu erkennen. Nachdem die Dächer abgedichtet sind, ist alles bereit, um über den Winter mit dem Innenausbau fortzufahren.

Intern erfolgen, laut Hennemann, bereits weitere Abstimmungen zur Farbgestaltung, notwendigen Einrichtung und zu weiteren Gewerken. Dies geschieht in Abstimmung zwischen der Verwaltung, dem zukünftigen Träger, der Rummelsberger Diakonie, und dem Bamberger Architektenbüro Gick.

Die einzelnen Häuschenfassaden werden im weiteren Baufortschritt farblich gestaltet. Die Farben der Außenfassaden werden jeweils innen in den Gruppen- und Funktionsräumen wieder aufgenommen. Dies soll auch der Orientierung dienen.

Aufgelockerter Komplex

"Die Ausmaße waren auf den Plänen nicht ganz vorstellbar", gesteht der Bürgermeister. Der Gebäudekomplex passe "aber gut auf das Gelände und erscheint durch seine Struktur nicht als zu wuchtig". Es sei ein großer Baukörper entstanden, "um die Funktionen einer integrativen Kindertagesstätte abzubilden", berichtet der Bürgermeister: Breitere Flure und Türen, Therapie- und Bewegungsraum, Essensbistro, Versorgungseinrichtungen und Garderoben für zwei weitere Gruppen seien mit vorgesehen. Mit der Einrichtung stellt die Stadt, dies betont der Bürgermeister immer wieder, "für 100 Prozent aller Kinder ab dem ersten Lebensjahr Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung".

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