Adelsdorf

Alles andere als ein Griff ins Klo

Ein Tag der offenen Tür im Adelsdorfer Gewerbegebiet wurde sowohl von den Betrieben als auch von den Besuchern gut angenommen. Bürgermeister Fischkal machte Bekanntschaft mit moderner Sanitärtechnik.
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Karsten Fischkal probierte bei der Firma Dorsch eine neuartige Toilette aus, bei der man kein Papier mehr braucht.
Karsten Fischkal probierte bei der Firma Dorsch eine neuartige Toilette aus, bei der man kein Papier mehr braucht.
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Insgesamt 37 Betriebe aus Dienstleistung, Handel, Industrie und Handwerk stellten sich am Sonntag im Adelsdorfer Gewerbegebiet von 11 Uhr bis 18 Uhr vor und standen interessierten Besuchern Rede und Antwort. Die 22 im Gewerbegebiet ansässigen Firmen boten den restlichen 15 Unternehmen aus Adelsdorf gerne einen Platz, um sich ebenfalls präsentieren zu können. Viele Leute waren trotz der großen Hitze mit dem Fahrrad unterwegs, aber auch das Angebot des Oldtimer-Shuttle-Busses, der wie bei der ersten Auflage dieser Gewerbeschau im Jahr 2012 die Besucher im regelmäßigen Rhythmus durch das Gebiet kutschierte, wurde gerne angenommen.

Bei der Firma Dorsch, Sanitär- und Heizungsbau, probierte Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) gleich die "spritzige" Toilette aus. Er erinnerte sich noch, wie der erste Tag der offenen Tür zustande kam. Mit Johannes Röckelein und einem weiteren Adelsdorfer, der bereits verstorben ist, traf er sich auf dem Weppersdorfer Keller und sie unterhielten sich, wie man die Gewerbebetriebe am Ort besser präsentieren könne.

Es sollte keine Gewerbeschau in der Aischgrundhalle werden, sondern die Betriebe müssten einfach einmal ihre Türen und Tore öffnen. Man wollte auch keinen regelmäßigen Turnus festlegen. "Ich hatte das Gefühl, dass dies jetzt der richtige Zeitpunkt ist." Dann informierte er sich, wie viele andere Besucher, über verschiedene Heizungssysteme von Gas, Pellet, Öl bis hin zu Solarsystemen und Wärmepumpen. Weiter ging es beim BRK vorbei, wo man den Blutzucker messen lassen konnte, über den Umgang mit Defibrillator aufgeklärt wurde und mehr.

Bonbons und schöne Möbel

Der Betriebsleiter Helmut Mixa der Firma "Intakt Prüfdienste", ein Serviceunternehmen der Barmherzigen Brüder gemeinnützige Behindertenhilfe, hatte seinen Stand auf dem Gelände der Firma Soldan und zeigte vor Ort, wie man mit Prüfgeräten für ortsveränderliche elektronische Betriebsmittel arbeitet. Nebenbei konnte man sich in den kühleren Räumen der Firma umschauen und dazu gab es eine Tüte mit leckeren Bonbons.

Bei der Schreinerei Münch, die alle Möbel nach Maß baut und stets die individuellen Wünsche der Kunden berücksichtigt, konnte man sich vor Ort an besonders schönen Möbelstücken erfreuen. Auch Haustüren und Zimmertüren sowie Ladeneinrichtungen und Einbauschränke fertigt die Schreinerei. Da sie nicht im Gewerbegebiet beheimatet ist, fand sie Unterschlupf bei der Firma Röckelein Metallbearbeitung. Diese präsentierte ihren neuen Tru-Laser 2030 (L82) fiber, der Konturen aus Blech schneidet. Wer wollte, konnte eine schöne große Blechblume mitnehmen. Auch die CNC-Dreh- und Fräsmaschinen waren im Einsatz.

Am Sparkassenstand drehten die Besucher am Glücksrad, Oldtimer waren zu bestaunen, über Solarwärme und Solarstrom erfuhr der interessierte Besucher mehr und ein Dreh am Glücksrad dort versprach einen netten Solargewinn. Ein Wasserbett lud zum Ausprobieren ein, leckere Hähnchen oder auch Steaks und Bratwürste stillten den Hunger, der aber meist eh kleiner war als der Durst. Aber auch Kaffee, Kuchen und Eis waren im Angebot. Fitness, Psychotherapie, Kosmetik, Schmuck, Basteleien und mehr gab es zu bestaunen. "Wir haben hier im Ort ein breites Angebot an Unternehmen, das unseren Adelsdorfern so gar nicht bewusst ist", freute sich am Ende Bürgermeister Fischkal, der an jedem Stand einen Stopp einlegte.

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