LKR Coburg

Alle sollen genauer hinschauen

Schüler aus dem Landkreis Coburg und aus ganz Oberfranken wurden zu "Wertebotschaftern" ausgebildet. Sie sollen nicht nur Gleichaltrige für die Werte und Tugenden sensibilisieren. Was das bedeutet?
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Ministerialrätin Birgit Kleinhappl übergibt die Wertebotschafter-Urkunden an Schüler aus dem Coburger Bereich.  Foto: Veronika Schadeck
Ministerialrätin Birgit Kleinhappl übergibt die Wertebotschafter-Urkunden an Schüler aus dem Coburger Bereich. Foto: Veronika Schadeck
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veronika schadeck 24 Schüler, die im Rahmen der Initiative "Werte machen Schule" des Bayerischen Kultusministeriums ausgebildet wurden, erhielten am Freitagvormittag ihre Urkunden. Sie sind nun "Wertebotschafter" in ihren jeweiligen Schulen. Aus dem Bereich Coburg Stadt und Land gehören dazu Anil Ekiz (Staatliche Realschule Neustadt), Leonie Fischer (Mauritiusschule Ahorn, Privates Förderzentrum), Ernest Fot (Staatliche Wirtschaftsschule Coburg-Cortendorf), Luca Lichtenstein (Mittelschule Rödental-Oeslau) und Emilio Oppel (Arnold-Gymnasium Neustadt).

Den einwöchigen Aufenthalt im Schullandheim nutzten die Heranwachsenden, die aus ganz Oberfranken kamen, um sich mit ihren Betreuern über das Thema "Werte" auseinanderzusetzen. Es ging dabei um Respekt, Toleranz, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Demokratie etc. Es ging darum, wie diese Tugenden im weiteren Leben gelebt werden können.

Die "Wertebotschafter" machten sich aber auch Gedanken, wie sie ihre Mitschüler für Werte und eine offene Gesellschaft sensibilisieren könnten. Die Schüler hatten diesbezüglich einige Ideen, die sie bei der Veranstaltung vorstellten. Sie schlugen zum Beispiel vor, ein eigenes Schulfach "Werte" einzuführen. Auch denken die "Wertebotschafter" an werteorientierte Projekttage und Schulfeste. Die Jugendlichen wollen aber auch soziale Medien in ihre Überlegungen einbeziehen. Die Woche im Schullandheim wurde unter anderem auch dazu genutzt, um kleine Videos zu drehen, um Inhalte von Flyern zu erstellen, die in den Bildungseinrichtungen ausgelegt werden sollen.

Die Ministerialrätin aus dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Birgit Kleinhappl, erklärte bei der Übergabe der Urkunden: "Mit der Initiative ,Werte machen Schüler‘ stärken wir die Werteerziehung an den bayerischen Schulen und setzen mit einer Wertebildung von Schülern für Schüler auf neue Impulse." Das Ziel sei, dass sich junge Menschen aktiv für ein respektvolles und verantwortungsvolles Miteinander in der Gesellschaft einsetzen. Gerade vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie dem digitalen Wandel, Extremismus, Gewalt und Fake News sei es wichtig, den jungen Menschen eine ethische Richtschnur für ihr Handeln mitzugeben. Und sie appellierte an die anwesenden Lehr- und Betreuungskräfte, die "Wertebotschafter" in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Betreut wurde die Gruppe von erfahrenen Lehrkräften. Und diese äußerten sich begeistert darüber, wie schnell sich die Schüler, die sich vorher noch nie gesehen hatten, zu einer Gruppe formiert hätten. Die Schüler kommen aus der achten und neunten Jahrgangsstufe jeglicher Schularten. Im laufenden Jahr sollen weitere Schüler aus Schwaben und Niederbayern zu "Wertebotschaftern" ausgebildet werden. Bei den restlichen vier Regierungsbezirken ist eine Ausbildung für 2020 geplant.

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