Kulmbach
Verantwortungsseminar

Alkohol-Prävention: Schon 2000 junge Leute machten mit

"Wenn man schon hier wohnt, sollte man sich mit Bier auskennen", meint Timo Zahn, Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums (MGF). Da hat er gar nicht...
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Eine Rauschbrille simulierte den Schülern einen Vollrausch. In diesem Zustand mussten sie einen kleinen Slalom bewältigen. Foto: Annika Fischer
Eine Rauschbrille simulierte den Schülern einen Vollrausch. In diesem Zustand mussten sie einen kleinen Slalom bewältigen. Foto: Annika Fischer
"Wenn man schon hier wohnt, sollte man sich mit Bier auskennen", meint Timo Zahn, Schüler des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums (MGF). Da hat er gar nicht mal so Unrecht.
Denn in der Geschichte Kulmbachs spielt der Gerstensaft bis heute eine große Rolle. Deshalb ist es einerseits wichtig, den jungen Leuten die (Bier-)
Kultur näherzubringen, andererseits sie für den Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren und aufzuklären.
Seit dreieinhalb Jahren findet nun schon das Präventionsseminar "Kulmbacher Bierkultur - zwischen Verantwortung und Genuss" im Kulmbacher Mönchshof statt.
Am Mittwoch durften die zehnten Klassen des MGF unter anderem einen Blick in den Brauprozess in der gläsernen Brauerei des Museums werfen.
Im Vordergrund des Seminars stand aber der verantwortungsvolle Umgang mit dem Alkohol. "Bier ist kein Berauschungsmittel, sondern ein Genussmittel", betonte Museumsmitarbeiter Martin Ständner, der über die Hintergründe der Biergeschichte in Kulmbach referierte.
Anschließend durften die Zehntklässler selbst mitarbeiten. In drei verschiedenen Workshops erfuhren sie mehr über das Thema Alkohol und Prävention.
Janet Richter vom Jugendamt brachte den Schülern das Jugendschutzgesetz näher. Da wunderte sich der ein oder andere, ab welchem Alter man welche alkoholischen Getränke konsumieren darf.
In einer Frage-Antwort-Runde mit Christina Münch vom Staatlichen Gesundheitsamt sollten die Teilnehmer selbst einmal überlegen, wie lange es dauert, bis nach einem Bier der Alkohol in die Blutbahn gelangt oder was Menschen überhaupt dazu verleitet, Alkohol zu trinken.
Bei der letzten Aufgabe war dann Kreativität gefragt. Unter der Anleitung von Stefan Lehner vom Jugendkulturzentrum Alte Spinnerei mussten die Schüler Plakate für eine Softbar entwickeln. Aufgabenstellung: Wie kann man alkoholfreie Getränke ansprechend vermarkten? Von einer getrennten Geschlechterkarte bis hin zum Justin-Bieber- Cocktail waren viele Ideen dabei.
Helga Metzel, Geschäftsführerin Mönchshof und Pressesprecherin Kulmbacher Brauerei, wies darauf hin, dass mit dem gestrigen Kurs bereits 2000 junge Leute an dem Verantwortungsseminar teilgenommen haben, das von der Bayerischen Rundschau als Medienpartner unterstützt wird.


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