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Weidhausen bei Coburg
weidhausen.inFranken.de  Die meisten Einsätze der BRK-Bereitschaft Weidhausen wurden, wie im Vorjahr, donnerstags und sonntags verzeichnet.

Alarmierungen fast doppelt so hoch

Wegen der geänderten Alarmierungsrichtlinien wurde die BRK-Bereitschaft Weidhausen im vergangenen Jahr zu drei Bränden alarmiert. Dies gab Bereitschaftsleiter Michael Schiller bei der Hauptversammlung...
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Ehrungen bei der BRK-Bereitschaft Weidhausen (von links): Marc Bechauf, Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand, Rainer Pohl, Bürgermeister Markus Mönch, Michael Schiller, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Daniel Völler und Thomas Kirchner  Foto: Alexandra Kemnitzer
Ehrungen bei der BRK-Bereitschaft Weidhausen (von links): Marc Bechauf, Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand, Rainer Pohl, Bürgermeister Markus Mönch, Michael Schiller, stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Daniel Völler und Thomas Kirchner Foto: Alexandra Kemnitzer

Wegen der geänderten Alarmierungsrichtlinien wurde die BRK-Bereitschaft Weidhausen im vergangenen Jahr zu drei Bränden alarmiert. Dies gab Bereitschaftsleiter Michael Schiller bei der Hauptversammlung bekannt. Er ist sich sicher, dass auf die Dienstleistenden künftig mehr Einsätze zukommen werden. Weil die Zahl der Blutspender rückläufig ist, wurden diese Termine vorerst von vier auf drei gekürzt. Der Bereitschaft wurde jedoch in Aussicht gestellt, dass es im kommenden Jahr wieder vier Termine geben könne, wenn heuer jeweils 75 Spender bei jedem der abgehalten Blutspendetermine verzeichnet würden.

Weiter berichtete Schiller von mehreren Übungen und lobte in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den örtlichen Wehren. Eine wichtige Einnahmequelle ist die Altkleidersammlung. Hierfür wurden Container in allen drei Gemeindeteilen aufgestellt. Oftmals muss dort auch Unrat entsorgt werden. Insgesamt wurden rund 25 Tonnen gesammelt. Heuer soll eine Garage erworben und aufgestellt werden, um Platz in der Fahrzeuggarage zu schaffen. Diese soll unter anderem dann mit einer Umkleidebank ausgestattet werden. Ziel für die Zukunft ist es, die Mitgliederzahl von derzeit 25 zu erhöhen. Einige Ansätze, wie dies gelingen könnte, gibt es. Insgesamt wurden 8236,5 Stunden geleistet und 681 Einsatzfälle verzeichnet. Schiller ist froh eine Gemeinschaft zu haben, in der sich die Mitglieder aufeinander verlassen könnten. Er dankte Bereitschaftsarzt Wolfgang Oelzner und Rainer Pohl für die Ausbildung der Mitglieder.

Christian Freitag berichtete von 187 Einsätzen, zu denen die drei Helfer vor Ort (HvO) alarmiert wurden. Davon lagen 141 in der Bereitschaftszeit. Fast verdoppelt haben sich die Alarmierungen. Die meisten Einsätze wurden, wie im Vorjahr, donnerstags und sonntags verzeichnet. Viele ereigneten sich zwischen 18 und 20 Uhr. Insgesamt waren die HvOs in diesen Zeiten bei 68 Einsätzen vor Ort. "Unsere durchschnittliche Ausrückzeit nach Alarmierung lag im letzten Jahr bei sechs Minuten", gab Freitag weiter bekannt. Damit sei der HvO immer noch drei bis fünf Minuten früher als der Rettungsdienst beim Patienten. In dieser Zeit könne Erste Hilfe geleistet, weiteres Personal angefordert oder die Wartezeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes erleichtert werden.

Kassier Thomas Kirchner dankte allen Spendern, stellvertretend dem Marienverein und Günther Fischer, die die Bereitschaft mit jeweils 1000 Euro unterstützt hätten. Außerdem übernehme seit der Anschaffung des HvO-Fahrzeugs alljährlich die Familie Baumann die Tankrechnungen des Einsatzfahrzeugs.

Weil der HvO-Einsatz eine freiwillige, ehrenamtliche Arbeit ist, muss die Bereitschaft die Kosten selbst finanzieren und kann diese Hilfeleistung weder mit der Krankenkasse noch mit dem Patienten abrechnen.

Die Vorsitzende des Marienvereins, Christa Knauer, zeigte sich beeindruckt, wie viele Einsätze von den HvOs geleistet wurden, und versicherte, die Werbetrommel fürs Blutspenden zu rühren. Bei den Terminen stünden Mitglieder des Marienvereins der Bereitschaft auch weiterhin helfend zur Seite. Beide Rot-Kreuz-Gliederungen unterstützten sich seit Jahren hervorragend. Bei der Bereitschaft Weidhausen gehe die Hilfe über die Ortsschild-Grenze hinaus. "Hier wird Rotkreuzarbeit geleistet und geholfen, wo es nötig ist", stellte Kreisbereitschaftsleiter Claus Weigand fest. "Ihr seid technisch und in der Ausbildung auf dem aktuellen Stand und habt eine gute Gemeinschaft", bilanzierte Bürgermeister Markus Mönch. Er bedauerte, dass auch die Bereitschaften mit zunehmender Bürokratie zu kämpfen hätten. Er habe Zweifel, dass der Wegfall eines Blutspendetermins gut tut, und hoffe, dass sich der Bereitschaft weitere Neuzugänge anschlössen. "Ihr werdet gebraucht und seid ein nicht zu ersetzender Part der Gemeinde", versicherte der Bürgermeister und fügte hinzu, auch künftig werde die Gemeinde im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Bereitschaft unterstützen und den kurzen Draht pflegen.

Mit seinem Stellvertreter Daniel Völler und Bürgermeister Mönch übergab Claus Weigand Auszeichnungsspangen für langjährige Zugehörigkeit an Marc Bechauf (35 Jahre) sowie an Michael Schiller und Thomas Kirchner (30 Jahre). Alexandra Kemnitzer

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