Kulmbach

Alarm-App in Betrieb genommen

Mit dem Tag der offenen Tür bricht für die Feuerwehr in Kulmbach eine neue Ära an: Denn ab sofort kommt eine App zum Einsatz, die die Floriansjünger bei Ernstfällen unterstützen soll: der FF-Agent.
Artikel drucken Artikel einbetten
Insgesamt 15 Fahrzeuge präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Kulmbach bei ihrem Tag der offenen Tür. Fotos: Sonny Adam
Insgesamt 15 Fahrzeuge präsentierte die Freiwillige Feuerwehr Kulmbach bei ihrem Tag der offenen Tür. Fotos: Sonny Adam
+1 Bild

Die Kommandozentrale, an der Mackoy Kopphany steht, ist unscheinbar: Der Computerexperte hat ein MacBook, dazu ein Handy - mehr benötigt er nicht. Beim Tag der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Kulmbach gestern präsentiert Kopphany die neue App, die helfen soll, Einsätze besser und effektiver zu planen. Oberbürgermeister Henry Schramm gab den offiziellen Startschuss.

Ab sofort hat die Feuerwehr in Kulmbach diese App in Betrieb. "Wir haben seit zwei Monaten einen Testbetrieb. Der ist gut verlaufen. Heute soll die App offiziell eingeführt werden", erklärte Stadtbrandmeister Michael Weich. Die App, die FF-Agent heißt, ist eine Ergänzung zur Alarmierung mit Hilfe der Funkmeldeempfänger. Zeitgleich schickt die App eine Nachricht auf das Handy. Und der entsprechende Feuerwehrmann kann dann sofort zurückmelden, ob er zum Einsatz kommt oder wann er kommen kann.

Bereits 10 000 Anwender

Die App funktioniert auf Apple und Google-Android-Geräten. "Das ist eine Zusatzausstattung, weil ja heute jeder immer sein Handy dabei hat", erklärt Kopphany. Aktuell haben schon 10 000 Anwender diese App im Einsatz. Sie wird nicht nur von den Freiwilligen Feuerwehren, sondern auch vom Technischen Hilfswerk, vom Rettungsdienst, von der Bergwacht und von Schulsanitätsdiensten verwendet.

Doch die App war nicht die einzige Neuerung, die die Feuerwehr Kulmbach zu bieten hatte. Jürgen Hochgesang zeigte im Planspiel, dass die Zukunft in Kulmbach schon begonnen hat: In der Miniaturstadt, wo die Feuerwehr Einsätze strategisch plant, sind die Studentenwohnungen schon gebaut. "Wir haben hier Wohnblocks. Die sind stapelbar - können auch auf 2000 Wohnungen erweitert werden", lachte Jürgen Hochgesang.

Eine echte Attraktion im Hof der Freiwilligen Feuerwehr war ein Springbrunnen, den Freiwillige aus Armaturen zusammengebaut hatten. Die Besucher besichtigten die 15 verschiedenen Fahrzeuge der Kulmbacher Wehr, informierten sich über die Beladung. Und die kleinen Besucher konnten natürlich auch im Führerhaus Probe sitzen oder Löschübungen durchführen. Außerdem gab es Mitmachstationen. Jeder, der einmal in den Feuerwehrdienst hineinschnuppern wollte, konnte den Umgang mit dem Spreizer üben oder seine Geschicklichkeit mit dem Hebekissen unter Beweis stellen. Außerdem präsentierte die Feuerwehr Schauübungen.

Den Auftakt zum Tag der offenen Tür gestaltete Pfarrer Christian Schmidt. Er zelebrierte einen Gottesdienst für alle Floriansjünger und deren Gäste. Nach dem Gottesdienst stand ein Weißwurstfrühschoppen auf dem Programm.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren