Ibind

Akustiknacht: Sauber gerockt!

Die achte Akustik-Rocknacht im Tunnelsaal Ibind war ein Vergnügen für die Zuhörer. Die wurden zudem von einer neuen Stimme überrascht: Marie Streng trat heuer erstmals mit Elvis-Imitator Waldemar Butterhof auf.
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Schöne Balladen gab es von Manni & Vanessa (Manfred Haßfurter und Vanessa Weißenseel). Fotos: Simon Albrecht
Schöne Balladen gab es von Manni & Vanessa (Manfred Haßfurter und Vanessa Weißenseel). Fotos: Simon Albrecht
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Das Publikum im Tunnelsaal in Ibind ist ein dankbares. Jedes Lied wird mit anhaltendem Applaus quittiert - der beste Lohn für einen Künstler. So war es am Freitagnacht, als Gastwirt Uwe Rädlein zur achten Auflage der Akustik-Rocknacht eingeladen hatte und sich über einen proppenvollen Saal freute.

Wer die Akustik-Rocknächte bisher besucht hat, dem fällt am Line-up wenig auf - außer, dass es hier und da kleine personelle Verschiebungen gegeben hat. Und dass der wohl beste Elvis-Imitator in unserer Region, Waldemar Butterhof ("Waldi"), diesmal mit Marie Streng ein gesangliches Sternchen dabei hatte. Schon nach den ersten Takten gab es Szenenapplaus für die junge Altensteinerin, die mit einer klaren, voluminösen Stimme auf der kleinen Bühne mit Waldi Butterhof im Duett sang.

Und zum Beginn bei "Shallow" von Lady Gaga und Bradley Cooper zeigte sie ihren gewaltigen Tonumfang, bei Elvis' "In the ghetto" wurde das Publikum beim Singen einbezogen, ebenso wie beim Gassenhauer "Country Roads". Wie Waldi Butterhof sagte, hätten beide erstmals bei der vergangenen Weihnachtsfeier das "Hallelujah" gesungen, und vor drei Wochen mit den Proben für diesen Abend begonnen. Es war ihr erster Auftritt in der Öffentlichkeit - und sicherlich nicht ihr letzter.

Mit Queen geht's ab

Der Name ist relativ neu - die beiden Gitarristen und Sänger nicht: Das "Duo Basalt" ließ es krachen: "Fat bottomed girls" gleich zu Beginn und "Crazy little thing called love" hinterher, beides von Queen, ließen die alten Bretter in dem ehrwürdigen Saal ein bisschen wackeln. Stefan Pratsch und Benjamin Albrecht, beide von den Basic Beats bekannt, merkte man die Spielfreude an. Eric Clapton, Kinks oder STS standen im Set und schließlich noch schöne deutsche Rock´n Roller, wie "Rote Lippen" und "Mary Lou". Das Publikum ging begeistert mit.

Balsam für die Ohren

Ruhigere Lieder kamen vom Quartett WMMF, eine Formation um den Seßlacher Holzbildhauer Wolfgang Schott, die den schwierigen Part als Starter-Band hatten. Den Leuten gefiel es, was die vier von Bob Dylan, Jethro Tull oder U2 auf die Bühne zauberten.

Sängerin Mona griff zeitweise zum Akkordeon - eher ungewöhnlich für die Akustik-Rocknacht, bei der die Gitarren vorherrschen. Der zeitweise vierstimmiger Gesang war Balsam für die Ohren, ganz gleich, ob die vielbesungene "Joline" oder "Teach your children" von den Woodstock-Veteranen Crosby, Stills, Nash & Young auf dem Set stehen.

Schöne Balladen

Von der Musikrichtung der vorangegangenen Band ähnlich waren "Manni & Vanessa". Die Sängerin, bisher immer solo aufgetreten, hat sich Manfred Haßfurter von J.A.M. geschnappt und beide haben am Freitag mit schönen Balladen unterhalten, wie "Fields of gold" von Sting oder Neil Youngs "Old Man". Eine Cajon zur Rhythmusunterstützung setzte Vanessa mehrmals ein, so bei "Home" von Philipp Phillipps.

Die Rausschmeißer sind traditionell "Döner & Marc", oder wie es Uwe Rädlein sagt: "'Ne Mark für'n Döner". Mark Hatfield und Konstantin Vey zelebrieren ihre Lieder immer einen Tick dreckiger als das Original, da passt das irische Trinklied "The wild rover" wie die Faust aufs Auge. Ansonsten gaben sie um Mitternacht einen Querschnitt ihrer eigenen Lieder, die Tiefgang spüren lassen, vor allem wenn Marc vom älter werden oder von seinem Opa singt.

Und für den traditionellen Rausschmeißer gibt es als letzte Zugabe den "Zentralfriedhof" von Wolfgang Ambros. Na dann: Gut' Nacht und bis zum nächsten Jahr!

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