Schlüsselfeld

Aiwanger beim Geburtstagsfest

Die Freien Wähler Schlüsselfeld feierten ihr 40-jähriges Bestehen. Die "Georgenpartei" hat viele Ziele erreicht.
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Hubert Aiwanger (rechts) bei den Freien Wählern Schlüsselfeld Fotos: Evi Seeger
Hubert Aiwanger (rechts) bei den Freien Wählern Schlüsselfeld Fotos: Evi Seeger
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Schlüsselfeld — Mit ihrem prominentesten Gast feierten die Freien Wähler Schlüsselfeld Geburtstag: Hubert Aiwanger, Landes- und Bundesvorsitzender der Freien Wähler, verlieh dem 40. Gründungsjubiläum besonderen Glanz. Natürlich feierte die Schlüsselfelder FWG auch mit vielen weiteren Freunden, darunter Landtagsabgeordneter Thomas Glauber aus Forchheim, Bezirks- und Kreisvorsitzenden, sowie Bürgermeistern aus der Region.
Gut gefüllt war der Storchensaal, als Schlüsselfelds Vorsitzender Hans Wagner die Veranstaltung eröffnete. Es mache stolz, einer der ältesten Freien-Wähler-Gruppierungen in Bayern zu sein, sagte Wagner. Zehn Männer hätten vor vierzig Jahren den Grundstein gelegt und die Schlüsselfelder Gruppierung in schwierigen Zeiten aufgebaut und wachsen lassen. Seither seien die Freien aus der Kommunalpolitik der Stadt nicht mehr wegzudenken. Seit vielen Jahren stellten sie die zweitstärkste Fraktion im Stadtrat nach der CSU.
Dass sich seither in der Stadt sehr viel verändert hat, machte der Blick von Georg Dennert in die Chronik deutlich. Er rief die Probleme in Erinnerung, die ab 1972 aus der Gebietsreform und der Zusammenführung von 22 Ortsteilen erwuchsen. In Schlüsselfeld habe es zwar die CSU und die SPD gegeben. Viele an der Kommunalpolitik Interessierte hätten jedoch die Meinung vertreten: "Wir machen Kommunalpolitik ohne Partei!"


Großes Politik-Interesse

Am 14. Januar 1977 wurde daher die Freie Wählerschaft Schlüsselfeld ins Leben gerufen. Das Interesse an der Kommunalpolitik sei aufgrund der Eingemeindung besonders groß gewesen. Jeder Ortsteil fürchtete, in dem großen Gebilde unterzugehen. Bereits im ersten Stadtrat 1978 habe die FWG sechs Mandate gewinnen können. 1996 zogen über die Liste der FWG Georg Dennert, Georg Leisgang, Georg Ansorge und Georg Horn in den Stadtrat ein. Dazu stellten die Freien in Georg Zipfel auch noch den Bürgermeister. Wegen der fünf "Georgen" habe man die Fraktion auch scherzhaft "Georgenpartei" genannt. Unter ihrem Bürgermeister Zipfel hätten viele Ziele, die sich die Freien gesetzt hatten, realisiert werden können.
Regionalität, "damit die Menschen wieder mitmachen" stellte Hubert Aiwanger als Thema seiner Festrede in den Mittelpunkt. Es sei ein Spagat, den man hinkriegen müsse: Überregionale Politik zu machen, aber den Kern nicht zu vergessen. Es sei wichtig, den Wählern zu drängenden Problemen ein Konzept anbieten zu können. "Der Bürger will uns einordnen können!"
Als Beispiel, woran es krankt, nannte Aiwanger unter anderem die Breitbandversorgung. Eigentlich eine Aufgabe des Bundes, müssten heute sogar manche Bürgermeister gegen die Telekommunikationskonzerne klagen. Des weiteren brauche es Sonderförderung, damit sich die Kommunen ihre Infrastrukturen leisten können. "Wir müssen dafür kämpfen, dass der ländliche Raum gestärkt wird", so Aiwanger. Nur dann würden die jungen Menschen auch am Land bleiben. Denn hier seien die Freien Wähler zu Hause, hier würden sie die meisten Stimmen holen.
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