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Volsbach
Projekt

Ahorntaler Ministranten präsentieren "Intelligenten Energieknoten"

Die 24 Ministranten der Pfarreien Volsbach und Oberailsfeld und der Kuratie Poppendorf im Ahorntal und ihr Pfarrer Matthew Anyanwu setzten sich bei mehreren Treffen mit dem Thema "Klimaerwärmung und d...
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Die Ahorntaler Ministranten sind stolz auf ihr Projekt "Intelligenter Energieknoten" und ihre selbst gebaute Photovoltaikanlage, die auf einem Kindergarten in Nigeria Strom erzeugen wird; mit im Bild Pfarrer Anyanwu (rechts), Innungsobermeister Bernd Zeilmann und Tobias Kull von der Uni Bayreuth.  Foto: Thomas Weichert
Die Ahorntaler Ministranten sind stolz auf ihr Projekt "Intelligenter Energieknoten" und ihre selbst gebaute Photovoltaikanlage, die auf einem Kindergarten in Nigeria Strom erzeugen wird; mit im Bild Pfarrer Anyanwu (rechts), Innungsobermeister Bernd Zeilmann und Tobias Kull von der Uni Bayreuth. Foto: Thomas Weichert

Die 24 Ministranten der Pfarreien Volsbach und Oberailsfeld und der Kuratie Poppendorf im Ahorntal und ihr Pfarrer Matthew Anyanwu setzten sich bei mehreren Treffen mit dem Thema "Klimaerwärmung und deren Folgen" auseinander. Dabei wurde erkannt, dass die Treibhausgase und vor allem der CO2-Ausstoß beim Energieverbrauch für die globale Erderwärmung hauptsächlich verantwortlich sind.

Dass es gar nicht so schwer ist, Energie einzusparen und den Anteil der erneuerbaren Energien zu erhöhen, zeigten die Ministranten nun erfolgreich bei ihrer Präsentation im Pfarrzentrum Volsbach der Öffentlichkeit. Dabei wurden Lösungen im Stromnetz und bei der Eigenstromerzeugung aufgezeigt und demonstriert, dass selbst Kinder in der Lage sind, ein intelligentes Energiesystem aufzubauen.

Eine kleine Photovoltaikanlage

"Ich wollte, dass sich meine Ministranten für etwas engagieren", sagte Pfarrer Anyanwu. Und so hörte er vom Bürgerenergiepreis des Bayernwerks und der Regierung von Oberfranken und besprach die Teilnahme mit seinen Ministranten.

"Wir waren davon sehr begeistert", sagt Ministrantensprecherin Ida Neubauer. Und so kam es, dass sich die Ministranten zusammensetzten, um sich ein Energieprojekt zu überlegen, das man dann auch in die Tat umsetzen konnte. Das war im September letzten Jahres. Jeder machte sich dann auch daheim Gedanken darüber, und herausgekommen ist dabei schließlich das kleine Projekt "Intelligenter Energieknoten", eine kleine Photovoltaikanlage, die sie gemeinsam gebaut haben.

"Das hat sehr viel Spaß gemacht und war auch sehr lehrreich", sagte Ida Neubauer. Weil dabei die verschiedensten Themen der Energiewende und des Klimawandels bearbeitet, diskutiert und schließlich von den Ministranten vorgestellt wurden. Sie beschäftigten sich zum Beispiel mit Fragen wie "Was sind erneuerbare Energien?", "Was ist ein intelligentes Messsystem?", "Wie ist der aktuelle Strommix in Deutschland?" oder "Welche Fachkräfte und Ausbildungsberufe werden zur Energieeinsparung benötigt?"

"Die Ministranten hat vor allem sehr interessiert, wie man selbst CO2-neutrale Energie erzeugen kann", sagte Pfarrer Anyanwu.

Im weiteren Verlauf der Präsentation stellte Hubert Ollert die Netzleitstelle der Bayernwerk-Netz-GmbH vor und ging auf die Herausforderungen eines Strom- und Gasverteilernetzes ein.Tobias Kull vom Lehrstuhl für Mess- und Regeltechnik an der Universität Bayreuth ging in seinem Vortrag aus wissenschaftlicher Sicht auf das Thema ein und zeigte auf, dass nach aktuellen Berechnungen die Klimaziele Deutschlands bis 2030 nicht erreicht werden. Warum im Pkw-Bereich die Elektromobilität gesetzt ist und die Brennstoffzelle vor allem im Schwerlastverkehr und stationär benötigt wird, stellte Bernd Zeilmann als Obermeister der Innung für Elektro- und Informationstechnik Bayreuth dar. Sein Fazit: "Die Energiewende ist eine Riesenchance, regionale Wertschöpfung zu erzielen. Eine erfolgreiche Energiewende wird jedoch nur gelingen, wenn Gemeinden und Bürger davon finanziell profitieren."

Spenden für die Ministranten

Gäste waren Bürgermeister Florian Questel (Bündnis 90/Die Grünen), Professor Gerhard Fischerauer von der Universität Bayreuth, Bernd Wunder von Fraunhofer IIS aus Erlangen und Thomas Oppelt als Leiter lokale Strommärkte der Bayernwerk-AG. Zum Schluss überreichte der Geschäftsführer der Firma Richter R & W Steuerungstechnik, Hubert Wohlfahrt, den Ministranten eine Spende von 250 Euro. Bürgermeister Questel und Thomas Oppelt von der Bayernwerk-AG übergaben ebenfalls eine Spende von 300 Euro für das Ministrantenprojekt.

Der von den Ministranten erstellte "Intelligente Energieknoten inklusive Photovoltaikanlage wurde Pfarrer Matthew Anyanwu für seinen Kindergarten in Nigeria überreicht. Dort soll er auf dem Dach des Kindergartens dann Strom erzeugen. tw