Forchheim
Gesundheit

Ärzte der Humanmedizin und Zahnmedizin treten in den Dialog

Auf Initiative der Arbeitsgruppe "Sektorübergreifende Kommunikation" der "Gesundheitsregion plus" im Landratsamt Forchheim fand die erste Vernetzungsveranstaltung "Humanmedizin und Zahnmedizin im Dial...
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Die Referenten und Veranstalterinnen (v. l.): Marco Kesting, Maria Schrüfer, Ursula Greiner und Jürgen Gschossmann; es fehlt die Mitveranstalterin Sabine Kramp (Ugef). Foto: Landratsamt Forchheim
Die Referenten und Veranstalterinnen (v. l.): Marco Kesting, Maria Schrüfer, Ursula Greiner und Jürgen Gschossmann; es fehlt die Mitveranstalterin Sabine Kramp (Ugef). Foto: Landratsamt Forchheim

Auf Initiative der Arbeitsgruppe "Sektorübergreifende Kommunikation" der "Gesundheitsregion plus" im Landratsamt Forchheim fand die erste Vernetzungsveranstaltung "Humanmedizin und Zahnmedizin im Dialog" statt.

Dazu hatte die "Gesundheitsregion plus" zusammen mit dem ärztlichen Kreisverband, dem Forchheimer Förderkreis für qualitätsorientierte Zahnheilkunde und dem Ärztenetz Ugef die Hausärzte, Fachärzte, Zahnärzte, Kieferorthopäden und die Mund-/Kiefer- und Gesichtschirurgen in der Region zur Fortbildung eingeladen.

Ziel der Veranstaltung war es, angesichts des demographischen Wandels durch den direkten Kontakt von Haus-/Fachärzten mit den Zahnärzten eine engere Zusammenarbeit zu fördern, um eine geplante Behandlung noch besser abzustimmen.

Professor Jürgen Gschossmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Klinikum Forchheim und Ärztlicher Direktor, stellte dazu die neuesten Erkenntnisse mit den oralen Antikoagulantien dar und was aufgrund der gewünschten Blutverdünnung - um Schlaganfälle zu vermeiden - insbesondere beim Zähneziehen zu beachten ist.

Professor Marco Kesting, seit einem Jahr Klinikdirektor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Erlangen, schilderte anhand von Patientenfällen die Spezialkenntnisse seiner Klinik, unter anderem bei gutartigen Tumoren im Gesicht. Neueste Studien würden zeigen, dass die gesundheitlichen Auswirkungen von Zahnfleischerkrankungen (Parodontitis) auf den gesamten Menschen nach wie vor unterschätzt werden. Menschen mit Parodontitis haben demnach ein höheres Risiko, einen Herzinfarkt, einen Schlaganfall, Rheuma oder eine Osteoporose zu bekommen.

Ein weiteres Thema war das Risiko, eine Kiefernekrose mit Gefahr des Kieferbruches bei Einnahme von bestimmten Medikamenten zu entwickeln. Diese Medikamente werden unter anderem dann verabreicht, wenn bei Brustkrebs oder Prostatakrebs Krebszellen in den Knochen gelangt sind, bei einem Knochenkrebs und zur Osteoporose-Behandlung. Diese Patienten müssen unbedingt bei ihrem Zahnarzt einen Kontrollbesuch machen und kranke Zähne sanieren lassen, bevor die Therapie beginnt. red



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