Meschenbach
meschenbach.inFranken.de  Kommandant Stefan Malicke fordert mehr Respekt ein.

Ärger nach dem Regen

Aus dem Jahresbericht des Kommandanten der Feuerwehr, Stefan Malicke, war ein dreiviertel Jahr nach dem Starkregen am Himmelfahrtstag noch immer der Ärger heraus zu hören. Bei der Hauptversammlung im ...
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Nach der Ehrung verdienter Mitglieder der Feuerwehr Meschenbach (von links): Robert Pustlauk, Lisa Dütsch, Michael Leffer, Tamara Freitag, Marcel Malicke und Stefan Malicke.  Foto: Norbert Karbach
Nach der Ehrung verdienter Mitglieder der Feuerwehr Meschenbach (von links): Robert Pustlauk, Lisa Dütsch, Michael Leffer, Tamara Freitag, Marcel Malicke und Stefan Malicke. Foto: Norbert Karbach

Aus dem Jahresbericht des Kommandanten der Feuerwehr, Stefan Malicke, war ein dreiviertel Jahr nach dem Starkregen am Himmelfahrtstag noch immer der Ärger heraus zu hören. Bei der Hauptversammlung im Mehrzweckhaus sprach der Kommandant Bürgermeister Rolf Rosenbauer auf dessen damals "kaum zu hörende Rückenstärkung" für die Wehr an. Nachdem die Meschenbacher Einsatzkräfte beim Hilfseinsatz in einem östlichen Gemeindeteil beleidigt und sogar bedroht worden seien, habe er sich vom Bürgermeister "schon eine stärkere Reaktion" erwartet, sagte der Kommandant.

Aber Malicke hatte auch Erfreuliches zu berichten. Nachdem mit Florian Eckardt ein neues aktives Mitglied den Weg zur Meschenbacher Feuerwehr gefunden hat, zählt man dort 14 Aktive. Der Terminkalender ist nach Malickes Worten 2018 wieder voll gewesen. 22 interessanten Übungen in Theorie und Praxis standen 20 Einsätze gegenüber. Auch für das laufende Jahr stehen bereits einige Termine fest. Dazu gehören Erste-Hilfe-Kurs, Leistungsprüfung, Umbau altes Gerätehaus und Übung mit der Rettungs-Hundestaffel des ASB. Einen besonderen Dank sprach der Kommandant den Kameraden der Wehr Untersiemau aus, bei deren Übungen man teilnehmen und zur Schlauchpflege sowie Verwaltung das zentrale Lager der Gemeinde nutzen durfte.

Bürgermeister Rolf Rosenbauer (CSU) ging bei seinem Grußwort ebenfalls auf den Himmelfahrtstag ein. Er habe die Vorfälle damals "scheinbar etwas unterschätzt" und diese kurz danach wieder als geregelt angesehen. Seinen Besuch bei der Versammlung bat er als Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit der Wehr zu verstehen. Der Bürgermeister versicherte zudem: "Die heutige Zeit stellt immer mehr Anforderungen. Daher wird auch die Gemeinde für passende und notwendige Ausrüstung ihrer Wehren sorgen." Zudem gab Rolf Rosenbauer bekannt, dass die Kleiderkammer in Zukunft zentral im Rathaus zu finden ist.

Bei seinem Jahresbericht 2018 blickte Vorsitzender Robert Pustlauk auf einen Stand von 63 passiven Mitgliedern und zahlreichen geselligen Veranstaltungen zurück. Diese reichten vom Stammtisch-Fasching, über Schlachtfest, Dorffest, Sommerfest, Fischessen und immer wieder kehrende Stammtische. Dazwischen wurden Tage der Reinigung von Haus und Außenanlage mit zahlreichen fleißigen Helfern eingeschoben. Auch von Anschaffungen konnte Pustlauk berichten. Dazu gehörten: Der Kauf von Zelten, neuer Küchenherd (in Planung), Getränkekühlschrank, neue Anschlüsse für Spülmaschine (Dorffest) sowie eine Lüftung für den Versammlungsraum.

Seinen Bericht beendete Pustlauk mit einem Hinweis und einer Bitte. Im nächsten Jahr sind Neuwahlen im Verein. Dazu sollte sich jedes Mitglied Gedanken über eventuelle neue Vorstandsmitglieder machen. Jeder, der mitarbeiten möchte, sei herzlich willkommen: "Macht Werbung für den Verein und die aktive Wehr! Im neuen Baugebiet gibt es sicher Möglichkeiten, Neubürger einzubinden."

Ehrungen

Dem stellvertretendem Vorsitzenden, Michael Leffer, blieb es vorbehalten, dem Vorsitzendem Robert Pustlauk für 25 Jahre Vorstandszugehörigkeit (davon elf Jahre Vorsitzender) eine besondere Ehrung zukommen zu lassen. Nachdem Pustlauk vor geraumer Zeit einen Schirm als Werbegeschenk statt des obligatorischen Kugelschreibers dem Verein vorschlug, wurde dies abgelehnt. Jetzt bekam er seinen Schirm - einen "feuerwehrroten" sogar. Eine Ehrung erfuhr zudem Tamara Freitag für zehnjährige aktive Tätigkeit. "Große Anerkennung" erhielt Lisa Dütsch, die alle Festlichkeiten des plant und für die Verpflegung sorgt. "Sie war immer da war, wo es Arbeit gab", sagte der Vorsitzende. Norbert Karbach

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