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Coburg
95. geburtstag

Adolf Rupprecht peilt die 120-Jahre-Marke an

"Ich bin heute 95 Jahre alt. Ich will 120 Jahre alt werden", betonte Adolf Rupprecht am vergangenen Mittwoch in seinem Haus im Gruber Bergweg. Rupprecht wurde am 8. Januar 1925 in Langenöls, Kreis Rei...
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Adolf Rupprecht feierte am vergangenen Mittwoch seinen 95. Geburtstag im Kreise seiner Familie und Freunde. Von links: Marianne Rupprecht, Dritter Bürgermeister Thomas Nowak, Jubilar Adolf Rupprecht (vorn Mitte), Tochter Christine Sühlfleisch, Enkelin Mira Rupprecht und Enkelin Joana Sühlfleisch (vorn)  Foto: Edwin Meißinger
Adolf Rupprecht feierte am vergangenen Mittwoch seinen 95. Geburtstag im Kreise seiner Familie und Freunde. Von links: Marianne Rupprecht, Dritter Bürgermeister Thomas Nowak, Jubilar Adolf Rupprecht (vorn Mitte), Tochter Christine Sühlfleisch, Enkelin Mira Rupprecht und Enkelin Joana Sühlfleisch (vorn) Foto: Edwin Meißinger

"Ich bin heute 95 Jahre alt. Ich will 120 Jahre alt werden", betonte Adolf Rupprecht am vergangenen Mittwoch in seinem Haus im Gruber Bergweg. Rupprecht wurde am 8. Januar 1925 in Langenöls, Kreis Reichenbach, in Schlesien/Polen geboren. Er erlernte den Beruf des Hufbeschlagschmiedes. Hufe bei den Pferden zu beschlagen und Klauen bei den Kühen und Rindern auszuschneiden, sollten ihm in seinem weiteren Leben sehr zupasskommen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Adolf Rupprecht zur Luftwaffe eingezogen und im Laufe des Krieges verwundet. Er kam zuerst in amerikanische Gefangenschaft und später dann zu den französischen Kriegsgefangenen. Aufgrund seiner gefragten Ausbildung wurde er in ein Dorf gebracht, wo er fast zwei Jahre lang Pferde beschlug und die Klauen der Kühe ausschnitt.

Nachdem er aus der Kriegsgefangenschaft entlassen worden war, machte er sich auf den Weg, seine Mutter zu suchen. Er fand sie schließlich in Kemmaten/Neustadt bei Coburg. Dort lebte er dann zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern. Auf einer privaten Silvesterfeier traf er zum ersten Mal seine künftige Frau Marianne. Nach einiger Zeit wussten die beiden, dass sie zusammengehörten. Am 19. Mai 1956 heirateten sie in der Heiligkreuzkirche. 1963 zogen sie in ihr Haus im Gruber Bergweg.

Adolf Rupprecht war als Schmied in Beiersdorf und Bertelsdorf und darüber hinaus tätig. Später fand er bei verschiedenen Firmen Arbeit. Beruflich reiste er fast in der ganzen Welt umher. Er arbeitete in Argentinien und Venezuela, in Griechenland und Finnland. Nach Finnland kam sogar seine gesamte Familie für zwei Jahre mit. Wie Ehefrau Marianne mitteilte, sei ihr Mann ein leidenschaftlicher Angler gewesen und habe mit Vorliebe auch im Garten gearbeitet. So habe er unter anderem Hochbeete angelegt und Gemüse gezogen. Darüber hinaus habe er gerne und gut gesungen. Damit die Familie ein gutes Auskommen hatte, hat Marianne Rupprecht bei der Fleischerei Großmann als Filialleiterin bis zu ihrer Rente gearbeitet. Um auf dem Laufenden zu bleiben, lesen Adolf und Marianne Rupprecht seit 1963 das Coburger Tageblatt.

Die beiden haben zwei Kinder, Tochter Christine Sühlfleisch und Sohn Ralf Rupprecht, sowie die vier Enkel Joana und Jörn Sühlfleisch, Lara und Mira Rupprecht. Coburgs Dritter Bürgermeister Thomas Nowak überbrachte Glückwünsche der Stadt Coburg und einen duftenden, bunten Blumenstrauß. Er wünschte dem Jubilar viel Gesundheit und Frohsinn im neuen Jahr. em

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