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Adolf Hildner: "Es reicht!"

In der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Stadtsteinach im Schützenhaus plädierte Vorsitzendee Adolf Hildner einmal mehr an die Vernunft der zust...
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In der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Stadtsteinach im Schützenhaus plädierte Vorsitzendee Adolf Hildner einmal mehr an die Vernunft der zuständigen Behörden. Sie müssten alle Möglichkeiten ausschöpfen, um einen Übergreifen der afrikanischen Schweinepest (ASP) nach Deutschland zu verhindern.
Mit jedem abgeschossene Stück Schwarzwild sinke die Gefahr für alle Schweinehalter, so Hildner. Er forderte, dass alle Möglichkeiten zur Reduzierung des Schwarzwildes genutzt werden müssten, auch wegen der enormen Schäden für die landwirtschaftlichen Flächen.
Er nannte revierübergreifende Drückjagden, die Zulassung von Saufängen, Nachtsichtgeräten, Schalldämpfer und Lichtquellen, einen ganzjährigen Abschuss ohne Schonzeiten sowie finanzielle Beihilfen. "Im Bayerischen Wald und in Mecklenburg-Vorpommern sind diese Methoden Standard", betonte der Vorsitzende Hildner. Nicht jedes Bundesland müsse sein eigenes Süppchen kochen.
"Alle Wildschäden sollen von der Landwirtschaft getragen werden ohne finanziellen Ausgleich. Nein, es reicht!" betonte der Jagdvorsteher. Viele Jahrgenossenschaften seien schon nicht mehr in der Lage, Schäden finanziell auzugleichen. "Und das nächste Problem ist der Wolf", fuhr der Redner fort.
Den Kassenbericht trug Jürgen Geyer vor.
Jagdpächter Georg Geyer berichtete von einem starken Schwarzwildabschuss. Sein großes Lob galt den Landwirten, mit denen er ein gutes Miteinander pflege. Jagdpächter Werner Thoma plädierte nochmals an alle Hundehalter, ihre Vierbeiner anzuleinen. Zum einen wegen der Wilderei und zum anderen, um ein Verschmutzen der Wiesen durch Kot zu verhindern. Reiter und Jogger seien oft bei Eintritt der Dunkelheit noch in den Fluren unterwegs und somit ein Störfaktor für Rehwild. Hier wäre mehr Rücksicht erwünscht, schloss er.
Die Grußworte von Bürgermeister Roland Wolfrum rundeten die gelungene Veranstaltung ab. Klaus-Peter Wulf
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