Herzogenaurach

Adidas beteiligt sich an Integrations-Initiative der deutschen Wirtschaft

Zahlreiche deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Monaten spontan Hilfsprojekte für Menschen ins Leben gerufen, die hierzulande Zuflucht suchen. Mit ...
Artikel drucken Artikel einbetten
Adidas-Mitarbeiter machen einmal pro Woche Sport mit in Herzogenaurach lebenden Flüchtlingen. Foto: Adidas
Adidas-Mitarbeiter machen einmal pro Woche Sport mit in Herzogenaurach lebenden Flüchtlingen. Foto: Adidas
Zahlreiche deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Monaten spontan Hilfsprojekte für Menschen ins Leben gerufen, die hierzulande Zuflucht suchen. Mit "Wir zusammen" machen jetzt 36 namhafte Unternehmen aus allen Bereichen der deutschen Wirtschaft ihr Engagement sichtbar. Das teilt der Herzogenauracher Sportartikelhersteller Adidas mit, der ebenfalls an der Initiative beteiligt ist.
Auf der Website www.wir-zusammen.de zeigen die Initiatoren erstmalig gemeinsam ihre Integrationsprojekte. Die Plattform schafft Transparenz und gibt Orientierung über die vielfältigen Initiativen. Vor allem aber will sie weitere Unternehmen und deren Belegschaften inspirieren, selbst aktiv zu werden. Dabei ist laut der Pressemitteilung jedes Engagement willkommen, unabhängig von Größe oder Branche der Teilnehmer.
"Wir zusammen" ist aus der Überzeugung entstanden, dass die Integration der Neuankömmlinge nur als Gemeinschaftsaufgabe gelingen kann. Dabei sehen die teilnehmenden Unternehmen nicht nur die akute Notwendigkeit zu helfen, sondern auch die langfristigen Chancen, die die Zuwanderung dem Standort Deutschland bietet. Sie möchten Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen mussten, unterstützen und es ihnen ermöglichen, für die Zeit, in der sie in Deutschland bleiben, auf eigenen Beinen zu stehen.


Längerfristige Projekte

"Nachdem in den vergangenen Monaten die Grundversorgung und Unterbringung der Ankommenden im Fokus stand, geht es jetzt zunehmend um die Integration in unsere Gesellschaft und in die Arbeitswelt", erläutert Marlies Peine, Sprecherin von "Wir zusammen".
Um sich dem Netzwerk anzuschließen, verpflichten sich Unternehmen, ein Integrationsprojekt durchzuführen, und untermauern diese Verpflichtung durch ein Patenschaftsversprechen. Das jeweilige Projekt kann eine bereits bestehende oder eine neu gestartete Maßnahme sein, die darauf abzielt, Flüchtlinge in die Gesellschaft beziehungsweise in die Arbeitswelt zu integrieren. Wichtig ist, dass die Führung des Unternehmens und seine Mitarbeiter persönlich involviert sind. Die Initiativen sollten zudem längerfristig angelegt sein.
Zentrale Plattform ist die Website www.wir-zusammen.de. Hier finden Interessierte Wissenswertes über das Netzwerk sowie über die vielfältigen Projekte der Initiatoren. Zudem finden Unternehmen, die sich "Wir zusammen" anschließen möchten, alle nötigen Teilnahmeinformationen. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren