Adelsdorf
adelsdorf.inFranken.de  Schöne und schlimme Erlebnisse prägten die Großfahrt der Adelsdorfer Pfadfinder.

Adelsdorfer Pfadfinder auf großer Fahrt

Abenteuerlicher als gewohnt war die Großfahrt der Adelsdorfer Pfadfinder. Die große Jurtenburg stürzte beim Bundeslager in Tramonti ein und eine Mädchensippe wurde beraubt. Die Adelsdorfer Raubvögel, ...
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Aufregende Tage in Italien verlebten die Adelsdorfer Pfadfinderinnen. Foto: privat
Aufregende Tage in Italien verlebten die Adelsdorfer Pfadfinderinnen. Foto: privat

Abenteuerlicher als gewohnt war die Großfahrt der Adelsdorfer Pfadfinder. Die große Jurtenburg stürzte beim Bundeslager in Tramonti ein und eine Mädchensippe wurde beraubt. Die Adelsdorfer Raubvögel, Mitglieder im Deutschen Pfadfinderbund Mosaik, hatten sich wie jedes Jahr auf ihre große Fahrt begeben. Diesmal war Italien das Ziel, genauer das Friaul, eine Landschaft im Nordosten Italiens um die Stadt Udine.

Die Pfadfinderinnen Theresa Maier und Teresa Philipp waren dabei und erzählten ein bisschen von ihren Erlebnissen: "Wir trafen uns am Bahnhof in Erlangen und mit Zug und Bus ging es ans Ziel zum großen Lagerplatz bei Tramonti. Drei Tage waren Geländespiele, Sportspiele, Sing-runden und mehr angesagt.

750 Pfadfinder aus ganz Deutschland waren angereist. Wir trafen Freunde und neue Freundschaften wurden geknüpft. Etwas aufregend war es, als plötzlich die große Jurtenburg einstürzte.

Nach dem anschließenden Ringtag mit 150 Teilnehmern (wir gehören zum Ring Bayern) fuhren die jüngsten Pfadfinder, sieben Wölflinge, wieder nach Hause. Die restlichen 17 Großfahrer machten sich auf zum zweitägigen Stammeshaijk. Es ging bergauf und bergab bis nach Maniago und dann trennten wir uns zum Sippenhaijk. Neun Tage wanderten wir in Gruppen von vier oder fünf Pfadfindern. Einige schauten sich Venedig, andere Bologna, Verona oder Udine an.

Trickdiebe

Unsere Fahrtensippe mit vier Mädchen hatte allerdings großes Pech: Wir badeten gerade in einem Fluss, als in einiger Entfernung ein Motorradfahrer hielt und uns mit Kunststücken ablenkte. Als wir aus dem Wasser kamen, waren die vier Rucksäcke mit Zeltplanen und Schlafsäcken, mit Kamera, 200 Euro Notfallgeld, Taschengeld und Ausweisen weg. Die Gitarre und die Isomatten waren als Einziges noch da.

Erst glaubten wir an einen Spaß. Aber dann merkten wir, dass es Wirklichkeit war. Verzweifelt suchten wir nach unseren Sachen und fragten überall herum, ob jemand was gesehen hat - nichts!

Nette Leute nahmen uns mit und wir durften bei ihnen übernachten. Zwei Tage später wurden drei Kilometer von unserer Badestelle in einem etwa vier Hektar großen, verbrannten Stück Wald Reste unserer Rucksäcke und Zeltplanen gefunden. Die Diebe hatten alles, was für sie von Wert war, herausgesucht und den Rest abgefackelt, wobei auch noch ein Stück Wald in Flammen aufging.

In Udine trafen wir uns dann mit einer anderen Gruppe unseres Stammes und dann mussten wir uns erst einmal neue Schlafsäcke kaufen. Da unsere Kothenplanen verbrannt waren, schliefen wir bei unseren Pfadfinderkollegen, natürlich etwas beengt in deren Kothe. Die Eltern waren sicherlich besorgter als wir.

Auf Julias Balkon

In Venedig bewunderten wir die Rialtobrücke und die vielen Gondeln. In Verona verbrachten wir auf einem Campingplatz unseren letzten Tag und natürlich war der Balkon von Romeo und Julia wichtig. Ein Stadttag endete mit einem Nachtstadtspiel und der nächste Tag mit einem Abschlussessen in einem typischen italienischen Ristorante.

Dann machten wir uns um 22 Uhr mit einem Flixbus auf den Weg nach München. Von dort ging es weiter mit dem Zug. Etwas erschöpft, aber trotz aller Aufregungen zufrieden und glücklich, wieder zu Hause zu sein, machten wir in Erlangen am Bahnhof unseren Abschlusskreis und dann nahmen uns die Eltern erleichtert in die Arme.

Schön war's, heiß war's, obwohl es viel geregnet und gewittert hat - und sehr abenteuerlich war es diesmal obendrein!" red



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