Adelsdorf

Adelsdorf will mithilfe des Freistaats Sozialwohnungen bauen

Die Gemeinde Adelsdorf hat die Absicht, über den Wohnpakt Bayern in den sozialen Wohnungsbau einzusteigen. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses d...
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Die Gemeinde Adelsdorf hat die Absicht, über den Wohnpakt Bayern in den sozialen Wohnungsbau einzusteigen. Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses diskutierten das mögliche Vorgehen und beauftragten die Verwaltung, Details zu klären. Als Standort für acht Sozialwohnungen ist das gemeindeeigene Grundstück an der Ecke Bahnhof-/Maria-Ludwigstraße vorgesehen.
Das Thema wurde durch einen Antrag der Fraktion der Freien Wähler angestoßen. Deren Vorsitzender Günter Münch verwies vor allem auf den Vorteil Adelsdorfs, nämlich dass die Gemeinde mit der Energie GmbH bereits ein Kommunalunternehmen habe, das Bauherr und Verwalter der Liegenschaft werden könne. "Eine Spartenerweiterung ist möglich", hat Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) bereits bei der Rechtsaufsicht eruiert. Mit dem Steuerberater müsste der Sachverhalt noch besprochen werden.
Julia Sänger vom technischen Bauamt stellte dem Ausschuss ein Baukonzept vor. Auf dem Gelände können demnach acht Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von 60 bis 65 Quadratmetern entstehen. Auch für die zehn erforderlichen Stellplätze ist Platz. Bei einem mittleren Standardausbau - Sänger legte 330 Euro pro Kubikmeter zugrunde - käme das Gebäude auf etwa 690 000 Euro inklusive Planungskosten von rund 75 000 Euro.


Grundstück wird angerechnet

Die Finanzierung setzt sich aus drei Säulen zusammen: 30 Prozent als staatlicher Zuschuss, 60 Prozent als zinsgünstiges Darlehen der Landesbodenkreditanstalt und zehn Prozent Eigenanteil der Gemeinde. Dabei kann laut Geschäftsleiter Wolfgang Mößlein das Baugrundstück angerechnet werden, sodass der Staat 100 Prozent der Baukosten schultere, wenn man von einem Grundstückswert von etwa 180 000 Euro ausgehe. Aus einem Gespräch bei der Regierung wusste Fischkal, dass das Adelsdorfer Vorhaben genau das sei, was der Freistaat fördern wolle. "Wir als Gemeinde könnten so etwas nicht stemmen", betonte er.
Johannes Funke (Funke-Köhler-Fraktion) hält das Vorhaben für eine Superidee. Auch Uwe Pöschl (CSU) stimmte zu, hatte aber eine Reihe von Detailfragen. Es konnte geklärt werden, dass die Parkplätze für das alte Degengebäude - heute Post - von diesem Bau nicht tangiert werden. Zur Frage nach dem Bedarf verwies Fischkal auf die Anrufe gerade älterer Personen, die sich wegen veränderter Umstände ihre Häuser nicht mehr leisten können. Als zweite Gruppe sieht er anerkannte Flüchtlinge.
Mößlein geht von einem Zinssatz für das Darlehen von unter 0,5 Prozent aus. Er riet den Ratsmitgliedern, auch wenn der Zinssatz etwas höher sei, eine 20-jährige Zinsbindung zu wählen, denn genauso lange dauert die Bindung als sozialer Wohnungsbau. Da dort alles genau vorgegeben sei, sei auch volle Gegendeckung durch die Einnahmen vorhanden.
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